Sie sollen zwischenzeitlich den Ex-Kommandanten des Kommandos Spezialkräfte der Bundeswehr (KSK) sowie den von US-Streitkräften genutzten Truppenübungsplatz im bayerischen Grafenwöhr als Anschlagziele ins Auge gefasst haben. Das gehe aus der Anklageschrift gegen die sogenannte Düsseldorfer Zelle hervor, berichtete die „tageszeitung“ (Freitag-Ausgabe).Angeblich war ein "großer Anschlag" in Deutschland geplantDer Sprecher fügte hinzu, die mutmaßlichen Mitglieder der Düsseldorfer Zelle hätten einen „aufsehenerregenden Anschlag“ in Deutschland geplant. Weitere Einzelheiten nannte er mit Blick auf die laufende Hauptverhandlung vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf nicht.Laut der zum Prozessbeginn am Mittwoch vergangener Woche verlesenen Anklageschrift geht die Bundesanwaltschaft davon aus, dass die vier Angeklagten im Alter von 21 bis 32 Jahren einen Sprengsatz mit Splitterwirkung in einer großen Menschenmenge zünden und eine zweite Bombe nach dem Eintreffen der Rettungskräfte hochgehen lassen wollten.Drei von ihnen sind in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen, der mutmaßliche Anführer ist Marokkaner. Den Angeklagten drohen bis zu zehn Jahre Haft.Markus Lanz und Ingo Appelt ebenfalls im Visier der mutmaßlichen Terroristen? Auch zwei unerwartete Namen tauchten demnach in den sichergestellten Notizen der Angeklagten auf: „Markus Lense“ und „Ingo Appell“.Laut „tageszeitung“ glauben die Ermittler, dass es sich dabei um die TV-Promis Markus Lanz, gebürtig aus Geiselsberg/Olang, und Ingo Appelt handelt. Warum sie ins Blickfeld der Düsseldorfer Zelle rückten, sei unklar.In Ermittlerkreisen hieß es dazu laut dem Blatt, insgesamt seien die Namenslisten wohl eher als „Gedankenspiel“ zu werten.Wahrscheinlicher als ein geplantes Attentat auf konkrete Einzelpersonen sei, dass die vier Männer einen Anschlag auf eine größere Menschenmenge verüben wollten.Der Düsseldorfer Prozess gegen die mutmaßlichen Islamisten dürfte voraussichtlich noch bis November dauern. Bisher schwiegen die Beschuldigten zu den Vorwürfen. apa/dpa