Für die Ermittlungen legten Fachleute ein umfangreiches Gutachten mit zahlreichen Fotos und Satellitenaufnahmen vor. <BR /><BR />11 Menschen waren umgekommen, 8 weitere teils schwer verletzt worden: Doch für das Marmolata-Unglück vom 3. Juli 2022 ist niemand verantwortlich. Der Untersuchungsrichter teilte die Ansicht der Experten, dass der Gletschersturz nicht vorhersehbar war – und stimmte dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf Archivierung zu. <BR /><BR />Fast ein Jahr nach der Bergtragödie auf der Marmolata, bei der 11 Menschen ums Leben gekommen sind, ist die Ermittlung der Staatsanwaltschaft von Trient wegen des Verdachts auf fahrlässiges Auslösen einer Katastrophe gegen Unbekannt eingestellt worden. Der Voruntersuchungsrichter am Landesgericht von Trient, Enrico Borrelli, hat die Begründung der Staatsanwaltschaft, wonach das Ereignis „nicht vorhersehbar“ war, geteilt. <h3> Nicht vorhersehbares Ereignis</h3>Wie berichtet, hatten Experten ein 60-seitiges Gutachten mit unzähligen Fotos und Satellitenaufnahmen hinterlegt, in dem sie zum Schluss kamen, dass der massive Gletschersturz nicht vorhersehbar gewesen sei. Auch führten sie ins Feld, dass sich der Zustand des Gletschers bereits seit vielen Jahren zusehends verschlechtert habe. <BR /><BR />Der Gletschersturz ereignete sich am 3. Juli 2022 um 13.45 Uhr und ist auf die extrem hohen Temperaturen zurückzuführen, zu welchen es Mitte Juni des vergangenen Jahres gekommen war. <BR /><BR />Indes ließ der Betreiber der Gletscherhütte „Capanna“ auf 2700 Höhenmetern, Luca Toldo, über die sozialen Medien wissen, dass er die Hütte heuer nicht mehr eröffnen werde. „Wir haben noch keine Antwort von der Gemeindeverwaltung erhalten – was bedeutet, dass die Nordwand der Marmolata gesperrt bleiben könnte“, schrieb Toldo. <BR />Eine Entscheidung darüber, ob Zugang zur Marmolata ab einer gewissen Höhe gesperrt werden sollten, wurde bislang jedenfalls nicht getroffen, sagte der Bürgermeister von Canazei, Giovanni Bernard.<BR /><BR />