Freitag, 22. April 2022

Massengrab in Mariupol entdeckt

Nach Angaben aus Kiew dauert der Widerstand in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol an. Satellitenbilder zeigen dem Betreiber Maxar zufolge zudem ein Massengrab nahe Mariupol. 9000 Zivilisten sollen dort begraben sein.

Satellitenbilder zeigen dem Betreiber Maxar zufolge ein Massengrab nahe Mariupol. - Foto: © ANSA / MAXAR TECHNOLOGIES HANDOUT

Die Stadt widersetze sich weiter Russland, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner allabendlichen Videobotschaft in der Nacht zum Freitag. „Trotz allem, was die Besetzer über sie sagen.“ Selenskyj hält die nach Angaben des Kreml nun von Russland kontrollierte Hafenstadt noch nicht für komplett verloren. In der Ostukraine gab es indes an mehreren Orten schwere Gefechte.

Die Situation in Mariupol sei schwierig, die Situation sei schlecht, sagte der Staatschef am Donnerstag Journalisten örtlichen Medien zufolge in Kiew. „Dort gibt es über 400 Verwundete in dieser Zitadelle. Das sind nur die Soldaten.“ Es gebe ebenfalls verletzte Zivilisten.

Das Feld sei in den vergangenen Wochen vergrößert worden und enthalte nun mehr als 200 neue Gräber

Satellitenbilder zeigen dem Betreiber Maxar zufolge zudem ein Massengrab nahe Mariupol. Das Feld sei in den vergangenen Wochen vergrößert worden und enthalte nun mehr als 200 neue Gräber, teilt das US-Unternehmen mit. Insgesamt sollen hier 9000 Zivilisten begraben sein.

Ein Vergleich von Bildern von Mitte März bis Mitte April deute darauf hin, dass die Vergrößerung zwischen dem 23. und 26. März begonnen habe. Das Massengrab liege in der Nähe eines existierenden Friedhofes in der Ortschaft Manhusch 20 Kilometer westlich von Mariupol.

Bei einem Gefangenenaustausch mit Russland sind nach ukrainischen Angaben 19 Soldaten und Zivilisten befreit worden. „Wir konnten 19 Menschen zurückholen, davon zehn Militärangehörige, darunter zwei Offiziere, und neun Zivilisten“, erklärte die stellvertretende ukrainische Regierungschefin Iryna Wereschtschuk am Donnerstag im Onlinedienst Telegram. Zu möglicherweise im Gegenzug freigelassenen Russen machte sie keine Angaben. Aus Moskau kam zunächst keine Bestätigung des Austauschs.

Alle Berichte zum Krieg in der Ukraine lesen Sie hier.

apa

Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden
Gufler Harald
22. April 2022 11:41
Deutschland hat einen Putin als Kanzler!!
Sūdtirol bewundert diese Piefkes!!!
Traurig, traurig, traurig und geldgeil!!
Schämt euch!