Dienstag, 09. Juli 2019

Massengräber mit 11 Leichen in El Salvador gefunden

In El Salvador sind in Massengräbern die Leichen von 11 mutmaßlichen Opfern von Bandengewalt entdeckt worden. Die Toten seien in den Jahren 2017 und 2018 verschwunden, teilte die Staatsanwaltschaft des mittelamerikanischen Landes am Montag mit. Im Rahmen der Ermittlungen seien 128 Angehörige der Gang Mara Salvatrucha - kurz MS-13 genannt - festgenommen worden.

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Die Suche nach Vermissten in der Gegend um den Ort Ilopango, wenige Kilometer östlich der Hauptstadt San Salvador, lief weiter. Die Zeitung „La Prensa Grafica” berichtete, dort würden auch die Überreste von 4 Polizisten vermutet, die im Jahr 2016 verschwunden waren.

Generalstaatsanwalt Raul Melara sagte vor Ort, die neue Regierung von Präsident Nayib Bukele mache die Suche nach Verschwundenen zur Priorität. Allein im vergangenen Jahr wurden in El Salvador mehr als 3000 Menschen als vermisst gemeldet. Bukele, der seit dem 1. Juni im Amt ist, hatte auch angekündigt, die gewalttätigen Jugendbanden des Landes innerhalb von 4 Jahren zu zerschlagen. Ihnen gehören offiziellen Schätzungen zufolge 70.000 Menschen an. Die MS-13 ist auch in den USA aktiv, wo sie in den 1980er Jahren von salvadorianischen Migranten gegründet wurde.

El Salvador hat eine der höchsten Mordraten der Welt. Im vergangenen Jahr gab es dort 51 Morde je 100.000 Einwohner - das waren allerdings nur halb so viele wie noch 3 Jahre zuvor. Mittelamerika gilt generell als eine der gewalttätigsten Regionen der Welt. Hunderttausende fliehen jedes Jahr vor Gewalt und Armut und versuchen, über Mexiko in die USA zu gelangen. US-Präsident Donald Trump rief jedoch einen Notstand an der Grenze zu Mexiko aus und will dort eine Mauer bauen.

apa/dpa

stol