Die Identifizierung der sieben Todesopfer war am Sonntag noch nicht abgeschlossen.Die Massenkarambolage ereignete sich bei dichtem Nebel und Nässe auf der M9 nahe der Stadt Taunton. Nahezu alle Fahrzeuge seien in Flammen aufgegangen, einige komplett ausgebrannt, sagte der Polizeibeamte Anthony Bangham dem Rundfunksender BBC. „Die Einsatzkräfte sahen sich bei ihrem Eintreffen einer sehr, sehr schwierigen Situation ausgesetzt.“„Es war ein wahnsinniges Blutbad"Die Augenzeugin Bev Davis berichtete, sie habe von ihrem Haus aus eine Feuerwand von etwa 200 Metern Höhe gesehen. „Alles, was wir hören konnten, waren Hupen, und dann schossen die Flammen in die Höhe, und die Geräusche waren schrecklich.“ Der Autofahrer Thomas Hamell war selbst in die Karambolage verwickelt. „Wir konnten die Menschen in ihren Autos schreien hören“, berichtete er. „Es war ein wahnsinniges Blutbad.“Feuer nach mehreren Stunden gelöschtDas große Feuer sei vermutlich durch die Benzintanks ausgelöst worden, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr. Mindestens zwei Lastwagen hätten offenbar große Mengen Benzin transportiert. Bisher gebe es aber keine Hinweise darauf, dass auch giftige oder chemische Substanzen transportiert worden seien. Das Feuer wurde nach Angaben der Polizei nach mehreren Stunden gelöscht. Die Ermittler gingen auch Hinweisen nach, wonach ein nahes Feuerwerk eine Rolle bei dem Unfall gespielt haben könnte.Die Aufräumarbeiten auf der sonst stark befahrenen M9 dauerten am Sonntagvormittag noch an. Ein großer Abschnitt der Straße war in beide Richtungen gesperrt. Die abschließende Identifizierung der Opfer erfolge in den kommenden Tagen, zunächst erhielten die Familien Unterstützung von Beamten, sagte Bangham. Die Rettungskräfte rechneten damit, dass die Zahl der Toten noch steigen könnte, da einige der 51 Verletzten „äußerst schwer verletzt“ waren.Dem britischen Automobilverband zufolge war es der schwerste Unfall in Großbritannien seit zwei Jahrzehnten. Der letzte vergleichbare Unfall habe sich im März 1991 ereignet, als auf der Autobahn M4 51 Fahrzeuge in eine Massenkarambolage verwickelt waren, sagte Verbandpräsident Edmund King. Damals kamen zehn Menschen ums Leben. dpa