Laut Bürgermeister Claudio Corrarati waren rund 100 Polizisten – mehr als die Hälfte davon aus Padua angereist – am und auch im Rathaus im Einsatz. Vizequästor Giuseppe Tricarico sprach auf Anfrage von einer „geringeren Zahl“.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1229325_image" /></div> <BR /><BR />„Es war eine äußerst unangenehme Situation“, sagte SVP-Fraktionssprecherin Elizabeth Ribeiro da Silva gestern. Sie habe zwar vollstes Vertrauen in die Ordnungshüter, trotzdem sei es sehr merkwürdig, so viele Polizeikräfte an einem Ort zu sehen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1229328_image" /></div> <BR /><BR />Bei Team K-Fraktionssprecher Matthias Cologna hinterließ das hohe Polizeiaufgebot einen „beeindruckenden, aber gleichzeitig besorgniserregenden Eindruck. Es hat sich sehr komisch angefühlt, sich vor der Sitzung ausweisen zu müssen und kontrolliert zu werden“, unterstrich Cologna. Er sei der Meinung, dass der Bürgermeister den Gemeinderat hätte informieren sollen, was es mit dem hohen Polizeiaufgebot auf sich habe.<BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1229331_image" /></div> <BR /><BR />Bürgermeister Claudio Corrarati war vor der Sitzung vom Dienstagabend in Kontakt mit Quästor Giuseppe Ferrari und der DIGOS. „Den genauen Grund für das hohe Aufgebot hat mir der Quästor nicht verraten. Wir erleben derzeit eine angespannte Situation in unserer Stadt“, erklärte Corrarati gestern auf Anfrage. Auch bei der nächsten Sitzung (heute; Anm.d.Red) seien wieder zahlreiche Polizisten im Einsatz. „Wie lange das so weitergeht, weiß ich nicht. Ich bin in ständigem Austausch mit dem Quästor.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1229334_image" /></div> <BR /><BR />Die massive Polizeipräsenz vor und im Rathaus während der Sitzung am Dienstagabend - und auch heute Abend - stehe in Zusammenhang mit „den Vandalismusaktionen vor dem Rathaus Ende September“ nach einer Abstimmung im Gemeinderat zum Israel-Gaza-Konflikt, wie Vizequästor Giuseppe Tricarico gestern erklärte. Wie schon bei den zwei Gemeinderatsitzungen Anfang Oktober habe es „Vorankündigungen für Demonstrationen“ gegeben. <BR /><BR /><BR />„Da diese die Arbeit des Gemeinderats stören könnten, gilt vor dem Rathaus während der Sitzungen ein Demonstrationsverbot“, fuhr Tricarico fort. Demonstrieren sei erlaubt, „aber nicht dort.“ Dieses Verbot werde „mit einer angemessenen Zahl an Polizisten“ garantiert. Auf die Frage, ob es eine konkrete, akute Bedrohung für die Gemeinderäte gebe, verwies der Vizequästor lediglich auf die Vandalismusaktionen Ende September. Die Polizeieinsätze am und im Rathaus seien für alle vier Sitzungen des Gemeinderates im Oktober vorgesehen. „Dann wird man sehen“, betonte Tricarico.