Die Kulturhauptstadt Europas ist eine Initiative der Europäischen Union. Jedes Jahr werden zwei Kulturhauptstädte ernannt – eine aus den alten EU-Staaten (2019: Italien) und eine aus den neuen (2019: Bulgarien). In den Kulturhauptstädten finden in dem jeweiligen Jahr zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und Aktionen statt.0,Bozen: Out im November„Die Kraft der Innovation unserer Projekte hat gesiegt. Für uns und für ganz Süditalien ist diese Designierung besonders wichtig“, kommentierte der Bürgermeister von Matera, Salvatore Adduce. Gewählt wurde die Stadt von einer internationalen Jury.Für Bozen, das sich mit „Venedig und dem Nordosten Italiens“ beworben hatte, war bereits beim Vorentscheid Ende November Endstation gewesen. „Es zu versuchen, war die richtige Entscheidung“, hatte Landesrat Christian Tommasini damals betont. Für die Bewerbung waren fast eine Million Euro bereit gestellt worden.Was Matera zu bieten hatMatera ist eine Überraschung für viele ausländische Besucher. Bekannt ist die Altstadt, die zum Teil aus Höhlensiedlungen, den seit 1993 zum UNESCO-Welterbe gehörenden Sassi, besteht.Materas terrassenförmig ansteigende Grottenwohnungen, die seit der Spätantike aus dem weichen Kalktuff herausmodelliert wurden, verleihen der vermutlich ältesten Stadt in Süditalien surrealistische Züge.Die Stadt, die einst zu den ärmsten in Süditalien zählte, hat in den vergangenen Jahren eine Phase wirtschaftlichen Aufschwungs erlebt. Seit die Unesco die „Sassi di Matera“ zum Weltkulturerbe erklärte, hat sich dort eine bunte Gemeinde von Künstlern breitgemacht und die Höhlen chic eingerichtet.Der Erfolg von Mel Gibsons zum Großteil in Matera gedrehtem Jesus-Film „Die Passion Christi“ hat in den letzten Jahren den Tourismus in der Stadt belebt.apa/stol