Donnerstag, 29. Juni 2017

Matsch wird am 23. Juli offiziell zum "Bergsteigerdorf"

Die Initiative „Bergsteigerdörfer“ kennt keine Grenzen und wird 2017 noch internationaler: Zu Österreich und Deutschland gesellen sich jetzt auch Südtirol und Slowenien als Projektpartner. Vier weitere Bergsteigerdörfer werden demnächst ausgezeichnet - darunter Matsch.

Das zukünftige Bergsteigerdorf Matsch. - Foto: Gianni Bodin
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Das zukünftige Bergsteigerdorf Matsch. - Foto: Gianni Bodin

Nach dem Deutschen Alpenverein (DAV) sind nun auch der Alpenverein Südtirol (AVS) und der Slowenische Alpenverein (PZS) gleichwertige Partner im Projekt des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV). In Zukunft präsentieren sich die Bergsteigerdörfer als ein länder-, regionen- und kulturübergreifendes Netzwerk aus 26 ursprünglichen und naturbelassenen Orten. Ihr gemeinsames Ziel ist klar: Natur schützen, alpine Kultur und Tradition bewahren, sanften Tourismus fördern und Attraktivität im ländlichen Raum stärken.

Heute ist dieses Ziel so aktuell wie noch nie: Skigebiete expandieren, der Event-Tourismus boomt und naturbelassene Räume für den naturnahen Tourismus werden knapper.

Das erste Bergsteigerdorf südlich des Brenners liegt unterhalb der mächtigen Weißkugel im Vinschgau, im Herz der Ötztaler Alpen.

Start für Südtirol: Auszeichnung für Matsch am 23. Juli

Am 23. Juli werden die 460 Einwohner von Matsch gesammelt auf den Beinen sein, um beim Matscher Dorffest die ersehnte Auszeichnung in Empfang zu nehmen. Mit dem Beitritt wird auch das Netzwerk um ein Juwel reicher: der Ort ist so authentisch wie ein Alpenort sein kann, die Dorfgemeinschaft pflegt gelebte Traditionen und wartet mit einigen Besonderheiten auf. So beispielsweise mit den Waalen, dem traditionellen Bewässerungssystem im Vinschgau. 

"Der Vinschgau zählt zu den trockensten Gebieten im Alpenraum, besticht aber gleichzeitig durch ein Mosaik vielfältiger Lebensräume. Die von extremen Bedingungen an den Sonnenhängen geprägten Trockenrasen sind ein Paradies für seltene Tier- und Pflanzenarten. Einen wahren Kontrast dazu bilden die vielen 3000er, allen voran die Weißkugel – einer der prächtigsten Hochgipfel der Ötztaler Alpen. Wild wie die Bergwelt ist auch die Vergangenheit des Matscher Tales, Heimat der sagenumwobenen und einst gefürchteten Matscher Raubritter", heißt es in der Stellungname. 

stol

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