Mittwoch, 08. September 2021

Mauls: Seniorenvereinigung im SBB stellt Liederbuch vor

Am Samstag, 4. September 2021 hat die Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund auf dem Festplatz in Mauls ihr Liederbuch „Singen, weil es Freude macht!“ vorgestellt. Der Stolz auf dieses Werk und die Freude über dieses Treffen waren dabei deutlich zu spüren.

Das Liederbuch der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet.
Badge Local
Das Liederbuch der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet. - Foto: © sbb
Rund ein Jahr haben die Mitglieder der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund darauf warten müssen, aber am vergangenen Samstag, 4. September 2021 war es endlich soweit: Das Liederbuch, das die Seniorenvereinigung im letzten Herbst fertiggestellt hatte, konnte präsentiert werden. Unter Einhaltung der gültigen Sicherheitsbestimmungen luden der Landesausschuss und die Ortsgruppe Freienfeld die Vertreter der Ortsgruppen und der Bezirke der Vereinigung sowie einige Ehrengäste zur Vorstellung auf dem Festplatz in Mauls in der Gemeinde Freienfeld ein.

Die Freude am Singen steht im Mittelpunkt

Mit dem Lied „Willkommen, liebe Freunde“ wurde die Veranstaltung eröffnet. Die Landespräsidentin Theresia Agreiter Larcher unterstrich dabei, dass dieses Lied die heutige Stimmung am besten widerspiegle: „Endlich dürfen wir unser Liederbuch im Kreise unserer Freunde vorstellen!“

Präsentiert wurde das Buch theoretisch und praktisch. Den ersten Teil übernahmen Gottfried Oberstaller, der zum Zeitpunkt der Entstehung des Buchs amtierende Landespräsident der Seniorenvereinigung, und Helene Hilber Nössing, die Präsidentin der Ortsgruppe Freienfeld und Leiterin der Arbeitsgruppe „Liederbuch“ der Vereinigung. Passende Kostproben aus dem Buch lieferten die Singgruppen der drei Ortsgruppen Freienfeld, Jenesien und Kortsch. Unterstützt wurden sie dabei von der Musikgruppe „Die Selberbrennt’n“ aus Absam in Tirol.

Gottfried Oberstaller schilderte, dass die Idee zu einem Liederbuch vor rund zwei Jahren im Bezirk Eisacktal/Wipptal entstanden sei. Die Ortsgruppe Freienfeld habe damals begonnen, Singnachmittage für Singfreudige zu organisieren, und dabei festgestellt, dass es dafür ein sehr großes Interesse gäbe. Auch hätte sie schon bald erkannt, dass das Kopieren von einzelnen Liedern und vor allem das Aufbewahren der vielen Abzüge mühsam seien und eine Sammlung der Werke sehr hilfreich wäre. „So haben wir eine Arbeitsgruppe gebildet und Helene Hilber Nössing gefragt, ob sie die Leitung dieser übernimmt. Wie man anhand des Ergebnisses sehen kann, war und ist sie dafür die richtige Frau!“, erklärte Oberstaller.

Anschließend seien auch die anderen Ortsgruppen im Land um ihre Mitarbeit gebeten worden und so sei, mit Hilfe verschiedener Fachexperten, schließlich ein rund 300 Seiten umfassendes Werk herausgekommen, das die Liederwünsche der Senioren selbst beinhaltet. „Dabei handelt es sich nicht um alte Lieder, die reaktiviert worden sind, sondern um Lieder, die unsere Leute alle kennen und gerne singen. Unsere Absicht war und ist es, mit diesem Buch die Geselligkeit und die Freude am Singen zu fördern“, so Oberstaller weiter. Nun gelte es, das Liederbuch zu nutzen und Möglichkeiten zum gemeinsamen Singen zu schaffen – vorausgesetzt, Corona lasse es zu.

Helene Hilber Nössing ging in ihrer Präsentation auf den Aufbau und Inhalt des Werks ein. Sie erklärte: „ Für uns war es wichtig, dass sich das Buch durch ein klares Erscheinungsbild mit einem einheitlichen Notenbild auszeichnet. Da die Freude am Singen für uns im Vordergrund steht, sollten sich vom Laien bis zum Profi alle angesprochen fühlen. Niemand muss, um bei uns mitsingen zu können, musikalische Vorkenntnisse haben, sondern jeder, der gerne singt, ist willkommen. Weiters war es uns ein Anliegen, dass das Buch in der Praxis geschickt und im Aufbau klar ist.“ Als Seniorenvereinigung habe die Arbeitsgruppe zudem auch Lieder, die speziell für Senioren interessant sind, ins Buch mit aufgenommen, wie zum Beispiel Senioren- und Geburtstagslieder. „Auch Gstanzln bzw. Schnaderhüpfln sind im Buch enthalten. Sie sollen unsere Sänger dazu animieren, selbst kreativ zu werden und eigene Texte zu erfinden“, sagte Hilber Nössing.

Großes Lob für das Liederbuch

Abschließend richtete die Landespräsidentin Theresia Agreiter Larcher einen ganz besonderen Dank an die Sponsoren des Liederbuchs der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund: „Der Spruch ,Ohne Geld, kuane Musik!„ passt heute besonders genau, denn ohne die Sponsoren, die unsere Idee gleich begeistert angenommen haben, gäbe es dieses Buch nicht. Die Südtiroler Landesregierung, die Region Trentino-Südtirol, die Südtiroler Raiffeisenkassen und der Südtiroler Bauernbund waren unsere Gönner. Ihnen gilt unser aller Dank!“

Für die Südtiroler Landesregierung richtete Landeshauptmann-Stellvertreterin und Landesrätin Waltraud Deeg Grußworte an die Anwesenden. „Tausend Künste kennt der Teufel, aber singen kann er nicht, denn Gesang ist ein Bewegen unsrer Seele nach dem Licht“, zitierte sie Max Bewer und wünschte den Senioren, dass ihnen dieses Buch viel Licht bringen und viel Freude machen werde. Herbert von Leon, Obmann des Raiffeisenverbandes Südtirol, unterstrich in seinen Worten, dass das Singen in diesem Land eine lange Tradition habe und sehr wichtig sei. „Euer Buch ist dabei vor allem für die Textsicherheit der Sänger wertvoll, denn von vielen Liedern kennt man eine Strophe, weiß dann aber nicht mehr weiter“, meinte er.

Auch Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer und Gemeindereferent Heinrich Aukenthaler waren voll des Lobes für das Liederbuch der Seniorenvereinigung und wünschten den Anwesenden, dass sie es gut und viel nutzen können und ihnen das gemeinsame Singen viele schöne Stunden bereite. Als weitere Ehrengäste waren unter anderem auch Senator a.D. Hans Berger, der Vorsitzende des Südtiroler Seniorenbundes Otto von Dellemann und die Bezirksbäuerin Eisacktal/Wipptal Irmgard Santer Testor vor Ort.

Mit dem Verlesen einiger Mundartgedichte, die das Liederbuch ebenfalls beinhaltet, durch die Dichterinnen Maria Sulzer aus Lana, Anna Steinacher aus Verdings/Klausen und Klothilde Oberarzbacher Egger aus Steinhaus/Ahrntal und dem Singen weiterer Lieder klang die Vorstellung schließlich aus. „Nun bleibt uns nur zu hoffen, dass es die Situation zulässt, dass wir uns weiterhin zum Singen treffen dürfen“, meinte die Landespräsidentin Theresia Agreiter Larcher zum Schluss.
Das Liederbuch der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund ist nicht verkäuflich. Evtl. Informationen dazu können aber im Büro der Vereinigung eingeholt werden.

stol