Sein Stellvertreter Achille Spinelli jedenfalls kündigt eine Änderung des Wahlrechts an, damit die Trentiner im Falle eines vorzeitigen Rücktritts von Fugatti nicht zwei Mal in einem Jahr einen neuen Landtag wählen müssen.<BR /><BR />Wie Arno Kompatscher darf auch dessen Trentiner Amtskollege Fugatti im Oktober 2028 nicht mehr für das Amt des Landeshauptmanns kandidieren. Anders als in Südtirol, wo es drei sind, ist für den Trentiner Landeshauptmann nach zwei Legislaturen Schluss. Das Trentiner Landesgesetz, welches eine dritte Runde für Fugatti ermöglichen hätte sollen, hat das Verfassungsgericht annulliert.<BR /><BR />Während Kompatscher bereits angekündigt hat, sein Mandat bis zum Ende ausüben zu wollen, eröffnen sich im Trentino jetzt neue Szenarien. Ohne sich festzulegen, zeigte Fugatti im Landtag auf, dass er vorzeitig zurücktreten könnte, um 2027 fürs Parlament anzutreten. Mit der Pause in Rom hätte er das Mandatslimit umschifft und könnte sich 2028 wieder ums Amt des Landeshauptmanns bewerben.<h3> Wahlrechtsreform angekündigt</h3>Derzeit hat die Sache aber einen großen Haken: Innerhalb eines Jahres müssten die Trentiner in dem Fall gleich zwei Mal einen neuen Landtag bestellen. Im Trentino wird der Landeshauptmann direkt gewählt. Tritt er mehr als ein Jahr vor der Landtagswahl zurück, was bei einer Rom-Kandidatur nötig wäre, hat dies laut derzeitiger Gesetzeslage Neuwahlen zur Folge. Der neue Landtag bliebe aber nur ein Jahr lang in Amt und Würden, weil die Landtage von Südtirol und dem Trentino laut Autonomiestatut zeitgleich bestellt werden müssen – im Oktober 2028. Zwei Mal wählen in so kurzer Zeit ist den Bürgern aber nicht zuzumuten, von den Kosten ganz zu schweigen.<BR /><BR />Also eine absurde Variante? Mitnichten. Fugattis Vize, Achille Spinelli, kündigt eine Wahlrechtsreform an. Dieser zufolge könnte der Landeshauptmann bereits zwei Jahre vor der Landtagswahl zurücktreten, ohne dass Neuwahlen die Folge wären. Bis zur Landtagswahl 2028 würde sein Stellvertreter die Regierung führen – eben der genannte Spinelli. <BR /><BR />Nutznießer wären beide. Fugatti könnte nach Rom und als Landeshauptmann zurückkehren. Bleibt er hingegen in Rom geht Spinelli mit einem riesigen Bonus in die Landtagswahl, da er de facto bereits zwei Jahre als Landeshauptmann fungierte.