Der „Green Pass“ soll ähnlich wie die österreichische Autobahnvignette funktionieren: Es wird keine Mautstationen wie an den italienischen Autobahnen geben, sondern Vignetten, die an zehn Automaten gezogen werden können. Drei der Automaten sind am Stilfserjoch geplant, zwei bei der Festung Gomagoi, zwei in Trafori und jeweils einer in Prad, Spondinig und in Graun, direkt am Reschensee. Nur zwei der zehn Vignettenautomaten, einer in Gomagoi und einer auf dem Pass, können mit Bargeld gefüttert werden, alle anderen funktionieren ausschließlich mit Bancomat- und Kreditkarte.Die Höhe der Maut steht noch nicht fest. Der Preis des „Green Pass“ wird laut Angaben des Landes auf Grundlage der Fahrzeugklasse und des Nutzungszeitraums berechnet. „Über die Bezeichnung 'Green Pass' wollen wir vermitteln, dass die Maut in erster Linie eingeführt wird, um den Pass ökologisch aufzuwerten“, erklärt Landesrat Florian Mussner.Um über die Einführung der Maut zu informieren, wurden an den Vinschger Straßen 26 Tafeln aufgestellt; zudem wird in wenigen Tagen eine Internetseite online gehen. „Die Einführung des 'Green Pass' soll den Individualverkehr vermindern. Gleichzeitig wollen wir mit den Einnahmen den öffentlichen Nahverkehr ausbauen. Schließlich wollen wir mit den Geldern auch die Straße aufwerten und instandhalten. Eines ist sicher: Alle Einnahmen werden vor Ort wieder investiert“, so Landesrat Mussner.