Woran Max Leitner starb, ist nach wie vor unklar. Das bestätigt Leitners Anwalt Angelo Polo. „Wir können auch noch nicht bekannt geben, ob eine Autopsie am Leichnam durchgeführt wird.“ Zuletzt hatte sich Leitners gesundheitlicher Zustand immer mehr verschlechtert. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/ausbrecherkoenig-max-leitner-66-ist-tot" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">STOL hat berichtet.</a><h3> Milliardencoup wurde verhindert</h3>Max Leitner und seine Komplizen hatten in den 1980er Jahren mehrere Banken und Geldtransporter in Südtirol überfallen. 1990 hatte es die Gruppe auf einen Devisentransporter an der Autobahnausfahrt Innsbruck-Süd abgesehen. Er transportierte mehrere Milliarden Lire. Der Coup konnte jedoch vereitelt werden. <h3> 5 Fluchtversuche gelingen</h3>Bereits damals war Max Leitner durch mehrere Fluchtversuche aufgefallen. 1992 konnte er erfolgreich aus dem Bozner Gefängnis entwischen: Mittels aneinander geknoteter Leintücher kletterte er auf eine Außenmauer, sprang hinunter und war frei. 6 Monate später wurde er erneut dingfest gemacht. <BR /><BR />2003 floh er aus dem Hochsicherheitsgefängnis in Padua und verübte dann einen weiteren Banküberfall im Pustertal, kurz darauf nahmen ihn die Beamten wieder fest. 2 weitere Male gelang ihm später die Flucht: einmal aus dem Gefängnis von Bergamo, ein anderes Mal kehrte er nicht von einem Freigang zurück. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1054395_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-65778570_quote" /><h3> „Sehr enttäuscht: Sozialsystem ad absurdum geführt“</h3>Unterdessen ist Sozialstadtrat Stefan Frötscher auf den am Dienstagnachmittag verstorbenen mehrfach verurteilten Serientäter Max Leitner nicht gut zu sprechen. <BR /><BR />„Es war meine Entscheidung, dass Max Leitner im Rahmen eines einjährigen Sozialprojekts ab März 2023 eine Gemeindewohnung in der Klostergasse bekommen hat. Und zwar weil ich der Ansicht war, dass jeder Mensch eine Chance verdient, Aber für mich wurde das gesamte Bemühen zu einer riesengroßen Enttäuschung, denn Max Leitner hat sich an keinerlei Regeln gehalten. Er hat unser Sozialsystem ad absurdum geführt. Er hat nur Rechte für sich eingefordert und sich an keine Pflichten oder Regeln gehalten“, sagt Frötscher. <BR /><BR /><embed id="dtext86-65778574_quote" /><BR /><BR />Leitner hätte an einem Sozialprojekt der Sozialdienste teilnehmen sollen. „Anfangs zahlte ihm der Vinzenzverein die Miete, aber der ist dann auch ausgestiegen. So ist ein Teil der Miete noch ausständig. Ich weiß, dass man über Tote nichts Schlechtes sagen soll, aber Leitner hat unser System der Hilfe fast zum Kollabieren gebracht. Sanitäter, Feuerwehr und Pfleger können ein Lied davon singen. Er hat sie x-fach gerufen, wollte einmal von einem Mann, dann wieder von einer Frau betreut werden. Er ist für mich ein Beispiel, was im sozialen Bereich nicht passieren darf – nur Rechte und keine Pflichten. Obwohl er nur allein in der Wohnung hätte wohnen dürfen, hat immer ein weiterer Mann dort gewohnt“, sagt er.