Mittwoch, 26. August 2020

MeBo: Katze verirrt sich in Betonblöcke

Am Dienstagabend ist ein junges Kätzchen auf die Schnellstraße MeBo entlaufen. Um die Katze einzufangen, sollte der Verkehr auf der MeBo laut Tierschützern kurzzeitig aufgehalten werden: Doch nichts davon ist bisher passiert.

Das Kätzchen soll sich zwischen den Betonblöcken versteckt haben.
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Das Kätzchen soll sich zwischen den Betonblöcken versteckt haben. - Foto: © Privat
Ein etwa 4 Wochen altes Kätzchen hatte sich in Fahrtrichtung Meran, kurz nach dem Eingang von Gargazon, auf die MeBo verirrt. Das Kätzchen sei ganz schwarz, mit weißer Schnauze und weißer Brust. Nach stundenlanger Suche, war es zuletzt zwischen den Betonblöcken zur Fahrbahnteilung in der Mitte der MeBo gesichtet worden, wo es vermutlich Zuflucht vor den vorbeifahrenden Autos gesucht hatte. Ein erster Versuch das Kätzchen zu retten, scheiterte.

Gegen 20 Uhr seien freiwillige Helfer kontaktiert und zu Hilfe gerufen worden. Eine davon hätte die 112 angerufen und im weiteren Schritt bei der zuständigen Stelle darum gebeten, zu intervenieren und das Kätzchen sicher zu bergen. Ihr Vorschlag: Eine Fahrspur kurz sperren. Die Einsatzkräfte hätten jedoch keinen Grund dafür gesehen, einzugreifen. Eine Bergung sei zu aufwändig und nebenbei ungewiss, ob die Katze auch wirklich da sei.

Nachtwache an der MeBo

Als über Nacht ab und zu keine Autos fuhren, soll die 4-köpfige Gruppe, die abwechselnd entlang der MeBo am Radweg neben der Etsch Nachtwache gehalten hat, das Kätzchen sogar noch mehrfach miauen gehört haben. Immer wieder, bis 2 Uhr morgens, sei das weiße Näschen der Katze im Schlitz auf der Unterseite der Betonblöcke aufgetaucht. Auch auf sozialen Medien machten die Helfer darauf aufmerksam, die Augen offen zu halten und teilten ihren Unmut darüber, das Kätzchen dem sicheren Tod zu überlassen.

Schicksal des Kätzchens ungewiss

Später habe es dann aber länger kein Lebenszeichen mehr aus der Straßenabtrennung gegeben: „Sicher ist es nicht, dass das Kätzchen noch immer da ist, aber mit großer Wahrscheinlichkeit schon“, so eine freiwillige Helferin, die kontaktiert wurde, gegenüber STOL. Vielleicht ist es dem Kätzchen gelungen zu flüchten, vielleicht aber irrt es immer noch unter der Absperrung umher. Einige Leute sollen es im Laufe des Tages zufällig gesehen haben. Der Straßendienst habe das Kätzchen laut der Helferin sogar vermutlich lokalisiert, aber noch nichts für seine Rettung tun können. Das Schicksal des Kätzchens bleibt wohl ungewiss.

aj