Es gehe nicht um eine Hau-Ruck-Aktion, um mit viel Aufwand im Alleingang das Problem des Ärztenachwuchses zu lösen, sondern um eine Zukunftsinvestition in den Gesundheitsstandort Südtirol, so Theiner. "Die inhaltliche Auseinandersetzung um die Medizinschule beginnt jetzt", unterstrich der Landesrat.Die Idee für die eigene Medizinerausbildung sei vom Land Tirol gekommen.„Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg und Landeshauptmann Günther Platter sind ursprünglich an uns heran getreten und haben angefragt, ob Südtirol sich am Aufbau einer Medizinschule nach angelsächsischem Vorbild als Euregio-Partner beteiligen wolle.“ Für die Landesregierung habe von Anfang an festgestanden: Die Tiroler Landesregierung sei dafür der Partner und erster Ansprechpartner. „Das unterstreiche ich deshalb, weil in der öffentlichen Diskussion der letzten Monate immer wieder die Medizin-Universität Innsbruck im Brennpunkt der Aufmerksamkeit war“, betonte Theiner.In der Grundidee gehe es bei der Medical School um die Ausbildung von jungen Medizinern und um den Besitz von Know-How sowie die indirekten positiven Auswirkungen von Lehre und Forschung für einen Standort, betonte der Landesrat.“Zwei unabdingbaren Voraussetzungen“Die Projektidee der Medizinschule fuße auf zwei unabdingbaren Voraussetzungen, betonte Theiner: "Das ist einmal die Genehmigung des Studienganges in Bozen durch Rom und das ist zum zweiten die breite Akzeptanz in der Bevölkerung. Sollte es nach Darlegung aller Für und Wider noch eine breite Ablehnung geben, dann werden wir die Medizinschule sicher nicht gegen den Willen der Bevölkerung durchziehen." Bei der Planung der Medizinschule geht man von der optimalen Nutzung der bereits vorhandenen Ressourcen - Claudiana, Eurac, Forschungsprogramme im Sanitätsbetrieb und akademische Dozenten in Südtirol - auf dem Gebiet der medizinischen Lehre und Forschung in Südtirol aus. Landesrat Theiner: "Wir wollen Schritt für Schritt nach vorne gehen. Zusammen mit unseren Partnern in Tirol, im Trentino, und falls es keinen anderen Weg gibt, auch Florenz, wollen wir eine moderne Medizinausbildung auf den Weg bringen."