Dienstag, 15. März 2022

Mehr als 10 Prozent der Menschen in Südtirol kommen aus dem Ausland

56.500 Ausländerinnen und Ausländer leben in Südtirol. Das sind 10,6 Prozent der Gesamtbevölkerung. Wie international Südtirol ist, das zeigt auch eine weitere Zahl: 144 Herkunftsländer haben Statistiker gezählt. Diese Daten stammen vom Dezember 2020. Das Landestatistikinstitut Astat hat sie nun veröffentlicht.

Menschen aus 144 Ländern leben in Südtirol. - Foto: © shutterstock

56.500 Menschen ausländischer Nationalität haben, offiziellen Schätzungen zufolge, am Stichtag 31. Dezember 2020 in Südtirol gelebt. Illegal in Südtirol lebende Menschen können nicht erhoben werden.

21.000 Menschen, die eingewandert sind, aber inzwischen die italienische Staatsbürgerschaft besitzen, werden in dieser Statistik nicht mitgezählt, da sie eingebürgert sind und somit als Inländer gelten.

Im Bezugsjahr liegt der Anteil der in Südtirol lebenden Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft an der Gesamtbevölkerung bei 10,6 Prozent. „Dieser Wert übersteigt sowohl die Ausländerquote des Trentino von 9,1 Prozent als auch den gesamtstaatlichen Durchschnitt (8,7 Prozent), reicht aber nicht an die Mittelwerte Nord- und Mittelitaliens heran (11,1 Prozent bzw. 10,9 Prozent)“, schreibt das Astat.

Die ausländische Wohnbevölkerung erfreue sich einer regen Geburtenentwicklung, stellen die Statistiker fest: Die Geburtenrate liegt derzeit bei 13,5 Lebendgeborenen je 1000 Einwohner mit ausländischer Staatsbürgerschaft. 9,3 sind es bei der inländischen Bevölkerung. Der Hauptgrund für die deutlichen Unterschiede sei der beträchtlich höhere Anteil ausländischer Frauen im gebärfähigen Alter (57,8 Prozent) gegenüber jenem der inländischen Frauen (39,5 Prozent).

Eine ausländische Staatsbürgerin bringt im Laufe ihres Lebens im Schnitt 2,4 Kinder zur Welt, bei den Inländerinnen liegt die Gesamtfruchtbarkeitsziffer bei 1,6 Kindern, schreibt das Astat.

stol

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