Montag, 26. Oktober 2015

Mehr als 160 Tote nach Erdbeben in Afghanistan und Pakistan

Bei einem Erdbeben der Stärke 7,5 sind am Montag in Afghanistan und Pakistan nach vorläufigen Behördenangaben mindestens 160 Menschen ums Leben gekommen.

Verletzte und tote forderte das Erdbeben.
Verletzte und tote forderte das Erdbeben. - Foto: © APA/EPA

Das Zentrum des Bebens lag nahe der afghanischen Stadt Dschurm in der nordöstlichen Hindukusch-Region. Der Erdstoß war auch in Kabul, Islamabad und Neu Delhi zu spüren.

Die pakistanischen Behörden nannten am Montag die Zahl von 135 Todesopfern. In Afghanistan wurden zunächst 31 Tote offiziell bestätigt. Zwölf davon waren Schülerinnen, die bei einer Massenpanik in der nordafghanischen Stadt Talukan starben, als sie aus dem Schulgebäude rannten.

Die Behörden rechneten mit weiter steigenden Totenzahlen. Wegen unterbrochener Telefonverbindungen und der schlechten Infrastruktur in der Region waren genaue Angaben nur schwer zu bekommen.

Mehr als tausend Menschen wurden verletzt, allein in Afghanistan gab es mehr als 1.500 zerstörte oder beschädigte Häuser. Die US-Erdbebenwarte USGS registrierte ein Nachbeben der Stärke 4,8.

Pakistan mobilisierte seine Armee und versetzte die Militärhospitäler in Alarmzustand. Die Luftwaffe hielt sich für Rettungseinsätze bereit. Allein im nordpakistanischen Peshawar gab es nach Angaben des Krankenhausarztes Muhammad Sadiq „mehr als hundert Verletzte“. Viele Menschen lägen noch unter den Trümmern. Der Bezirksbürgermeister Arbab Muhammad Asim sagte: „Viele Häuser und Gebäude sind eingestürzt.“

Die betroffenen Region und die Stärke des Bebens. - Grafik: apa/epa

apa/afp

stol