Mittwoch, 15. April 2020

Mehr als 2 Millionen nachgewiesene Corona-Infektionen weltweit

Weltweit sind bisher knapp 2 Millionen Corona-Infektionen und 126.000 Todesfälle nachgewiesen worden. In Europa haben sich mittlerweile mehr als eine Million Menschen angesteckt. Am schwersten sind Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland bei den gemeldeten Infektionsfällen betroffen.

In den schwer betroffenen Ländern Europas gab es weiterhin leichte Entspannung.
In den schwer betroffenen Ländern Europas gab es weiterhin leichte Entspannung. - Foto: © APA/afp / PRAKASH MATHEMA
Europaweit gab es bisher rund 84.500 registrierte Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Zahl der diagnostizierten Infektionen bildet allerdings nur einen Bruchteil der tatsächlichen Fälle ab, da in vielen Ländern nur die schwer erkrankten Patienten getestet werden und viele leichte oder symptomfreie Fälle unerkannt bleiben.

In den schwer betroffenen Ländern Europas gab es weiterhin leichte Entspannung. Innerhalb von 24 Stunden seien 523 Tote in Spanien registriert worden, so das Gesundheitsministerium am Mittwoch. Am Vortag waren es 567, insgesamt stieg die Zahl auf 18.579. Die Zahl erfasster Infektionen lag bei 177.600. Die tägliche Zuwachsrate blieb weiter vergleichsweise niedrig.

Dänemark ist das erste Land in Europa, das seine Volksschulen und Kindergärten wieder öffnet

In Österreich, aber auch in anderen Ländern gab es Auflockerungen der Maßnahmen. Dänemark etwa ging noch einen Schritt weiter. Nach einmonatiger Schließung wegen der Corona-Pandemie haben dort am Mittwoch die ersten Schulen und Kindergärten wieder geöffnet. Allerdings nahmen nur rund die Hälfte der Volksschulen des Landes und 35 Prozent der Einrichtungen in der Hauptstadt Kopenhagen den Unterricht wieder auf. Die übrigen hatten um mehr Zeit gebeten, um sich auf neue Hygiene-Regeln einzustellen. Bis Montag sollen alle Volksschulen des Landes wieder öffnen. Oberschüler und Gymnasiasten werden weiter digital unterrichtet.

In Dänemarks Schulen ist ein Mindestabstand von 2 Metern zwischen den Bänken vorgeschrieben. In der Pause dürfen die Schüler nur in kleinen Gruppen zusammen sein. Die Wiederaufnahme ist allerdings nicht unumstritten: Eine Eltern-Petition dagegen sammelte bis Dienstag 18.000 Unterschriften.

Rekordzahl in den USA

Ganz anders hingegen die Zahlen in den USA, wo die Pandemie am schnellsten voranschreitet. Innerhalb von 24 Stunden starben mehr als 2200 Menschen mit oder an den Folgen einer Coronavirus-Infektion, das ist weltweit eine Rekordzahl. Laut einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität starben seit dem Vortag 2228 Menschen, die Gesamtzahl der US-Todesopfer stieg damit auf mehr als 26.000.

Mitten in der Coronavirus-Pandemie sorgte US-Präsident Donald Trump für Schlagzeilen, indem er die Beitragszahlungen für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf Eis legte. Er habe die Regierung angewiesen, die Zahlungen zu stoppen, während überprüft werde, welche Rolle die WHO bei der „schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus“ gespielt habe, sagte Trump. Durch das Missmanagement der WHO und deren Vertrauen auf die Angaben aus China habe sich die Epidemie dramatisch verschlimmert und rund um die Welt verbreitet, sagte Trump bei der Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses.

apa/afp/dpa

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