Donnerstag, 12. Oktober 2017

Mehr als 20 Tote bei den Bränden in Kalifornien

Die Zahl der Toten bei den schweren Bränden im Norden Kaliforniens ist auf mindestens 21 Opfer angestiegen. Dies gaben die Behörden des Bundesstaates an der US-Westküste am Mittwoch bekannt. Nach Schätzungen sind mindestens 3500 Häuser zerstört worden. Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown sprach von einem der größten und gefährlichsten Feuer, das den Staat viele Milliarden Dollar kosten werde.

Nach Schätzungen sind mindestens 3500 Häuser zerstört worden.
Nach Schätzungen sind mindestens 3500 Häuser zerstört worden. - Foto: © APA/AFP

Mehr als 8000 Feuerwehrleute kämpften in der Region nördlich der Metropole San Francisco gegen zahlreiche große Buschbrände. Betroffen war eine Fläche von rund 680 Quadratkilometern, also fast so groß wie Hamburg. In ganz Kalifornien brennen derzeit mehr als 22 Großfeuer.

Die Sicherheitskräfte fürchteten weitere Todesopfer, mehrere Hundert Menschen sind als vermisst gemeldet worden. Viele Gebiete sind ohne Strom und Telefonnetz, was das Auffinden von Angehörigen schwierig macht.

Trockenes, windiges Wetter

Die Brände hatten sich bei starken Winden rasch ausgebreitet. Auch am Mittwoch kämpften die Einsatzteams bei trockenem, windigem Wetter weiter gegen die kaum eingekreisten Flammen an. Kalifornien leide immer noch an den Folgen einer fünfjährigen Dürre, sagte Feuerwehrchef Ken Pimlott am Mittwoch. Die Flammen würden sich schnell durch die trockene Vegetation fressen.

Pimlott rief die Anwohner auf, den Evakuierungsbefehlen Folge zu leisten. Die Lage sei weiterhin extrem gefährlich und weitere Gebiete müssten geräumt werden.

Die genaue Ursache der zahlreichen Feuer ist weiter ungeklärt. Möglicherweise seien einige Brände in dem Windsturm am Wochenende durch umgestürzte Stromleitungen ausgelöst worden, hieß es.

dpa

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stol