Mittwoch, 07. Dezember 2016

Mehr als 35 Menschen nach Schiffsunglück vor Jemen vermisst

Nach einem Schiffsunglück vor der Küste Jemens werden noch mehr als 35 Menschen vermisst. Bisher seien 26 Passagiere gerettet worden, hat ein lokaler Verantwortlicher aus dem Ort Kulansija auf der jemenitischen Insel Sokotra am Mittwoch mitgeteilt. Die Suche nach den Vermissten gehe weiter.

Nach einem Schiffsunglück vor der Küste Jemens werden noch mehr als 35 Menschen vermisst.
Nach einem Schiffsunglück vor der Küste Jemens werden noch mehr als 35 Menschen vermisst. - Foto: © shutterstock

Jemens Fischereiminister Fahd Kafajin erklärte auf Facebook, Schiffe durchkämmten seit den Morgenstunden die Unglücksregion. Er sprach von 17 Geretteten. Kafajin zufolge war der Frachter mit rund 60 Menschen an Bord in der südjemenitischen Stadt Al-Mukalla in See gestochen und westlich von Sokotra verunglückt. Die Insel liegt ungefähr 350 Kilometer vor Jemens Küste im Süden der arabischen Halbinsel. Weil der Flughafen auf Sokotra wegen des Bürgerkriegs im Jemen geschlossen ist, reisten auch zahlreiche Inselbewohner mit dem Frachter.

Seit 5 Tagen keinen Kontakt mehr

Es habe seit fünf Tagen keinen Kontakt mehr zu dem Schiff gegeben, erklärte der Fischereiminister weiter. Als Fracht waren demnach auch rund 25 kleinere Fischerboote an Bord. Möglicherweise konnten sich verunglückte Passagiere mit diesen retten.

Bürgerkrieg seit 2014

Im bitterarmen Jemen tobt seit mehr als zwei Jahren ein Bürgerkrieg. Schiitische Huthi-Rebellen aus dem Norden des Landes haben große Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht. Sie kämpfen gegen die international anerkannte Regierung von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi. Eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition fliegt seit März 2015 Luftangriffe gegen die Rebellen und ihre Verbündeten. Kafajin rief das Bündnis auf, die Suche nach Überlebenden zu unterstützen.

apa/dpa

stol