Sonntag, 03. Mai 2015

Mehr als 6.300 Flüchtlinge am Wochenende im Mittelmeer gerettet

Bei Einsätzen im Mittelmeer haben europäische Schiffe am Wochenende mehr als 5.800 Flüchtlinge gerettet. Wie die italienische Küstenwache mitteilte, wurden am Samstag fast 3.700 Flüchtlinge gerettet und am Sonntag mehr als 2.100 weitere.

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Archivbild - Foto: © APA/EPA

Zehn Flüchtlinge konnten nur tot geborgen werden. Die libysche Küstenwache griff ihrerseits rund 500 Migranten auf und brachte sie Internierungslager.

Am Samstag wurden laut italienischer Küstenwache insgesamt 3.690 Flüchtlinge gerettet, die auf 17 Booten unterwegs waren. An den Einsätzen waren mehrere italienische Schiffe von Marine, Zoll und Küstenwache beteiligt sowie Schleppkähne, ein Frachter und ein französisches Marineschiff.

Die ersten Flüchtlinge wurden in der Nacht auf Sonntag auf der Insel Lampedusa an Land gebracht, weitere trafen am Sonntag in Crotone in Kalabrien ein. Spätestens am Montag sollten weitere Migranten auf Sizilien eintreffen.

Am Sonntag 2100 Flüchtlinge aufgegriffen

Bei 13 Einsätzen am Sonntag wurden zudem 2.152 Flüchtlinge in Sicherheit gebracht. Vier weitere Einsätze dauerten am Abend noch an. Laut Küstenwache überlebten mindestens zehn Migranten die gefährliche Schifffahrt nicht: Acht Leichen seien am Sonntag auf zwei verschiedenen Booten aufgefunden worden.

Zwei Flüchtlinge seien ertrunken, als sie versucht hätten, zu den rettenden Schiffen zu gelangen. Keines der Boote habe aber Schiffbruch erlitten.

Am Sonntag nahm allein das italienische Marineschiff „Bettica“ mehr als 570 Migranten von vier Booten auf. Das Schiff „MV Phaenix“ der Organisation Ärzte ohne Grenzen und der Organisation Migrant Offshore Aid Station (Moas) rettete 369 Flüchtlinge. Das Schiff war am Sonntag in Malta in See gestochen.

Auf Lampedusa traf am Sonntagabend ein kleines Boot mit 50 Flüchtlingen ein. Die italienische Insel liegt nicht weit vom afrikanischen Kontinent entfernt, weshalb unzählige Flüchtlingsboote sie ansteuern.

apa/afp/dpa

stol