Dienstag, 23. Juni 2020

Mehr als 9,1 Millionen Corona-Infizierte weltweit

Weltweit haben sich mehr als 9,1 Millionen Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Insgesamt 472.300 Patienten starben an oder mit dem Virus, wie Reuters-Daten auf Basis offizieller Angaben am Dienstag ergaben.

Über 9 Millionen Infizierte wurden mittlerweile weltweit gemeldet.
Über 9 Millionen Infizierte wurden mittlerweile weltweit gemeldet. - Foto: © shutterstock
Die meisten Infektionsfälle verzeichnen die USA, Brasilien und Russland. Die Weltgesundheitsbehörde (WHO) befürchtet, dass sich tatsächlich weit mehr Menschen mit dem Virus angesteckt haben als bekannt.

In Russland hätten sich mittlerweile fast 600.000 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert, teilten die Behörden in Moskau mit. Binnen 24 Stunden seien 7425 Neuinfektionen gemeldet worden, die Gesamtzahl stieg damit auf 599.705. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus stieg um 153 auf 8359.

In den USA waren die Neuinfektionen in den vergangenen Wochen zurückgegangen, doch 12 Bundesstaaten meldeten in der vergangenen Woche Rekordanstiege. Allein am Samstag wurden mehr als 30.000 Neuinfektionen registriert, das ist der höchste Wert seit 1. Mai. Insgesamt wurde bis Montag bei mehr als 2,2 Millionen Menschen das Virus nachgewiesen, das die Atemwegserkrankung Covid-19 auslösen kann. Über 120.000 Amerikaner starben.

In Brasilien, wo Präsident Jair Bolsonaro das Virus zunächst als „kleine Grippe“ abgetan hatte, sind inzwischen mehr als eine Million Infektionsfälle und rund 50.000 Todesfälle bekannt. Allein am Freitag seien mehr als 54.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden, so viele wie nie zuvor, sagte WHO-Experte Mike Ryan. Er geht davon aus, dass die tatsächliche Ansteckungszahl weitaus höher ist, weil in Brasilien vergleichsweise wenig getestet werde.

Auch in Indien, das die vierthöchste Infektionszahl verzeichnet, verbreitet die das Virus rasch. Dort wurden zuletzt mehr als 425.000 Infektionen registriert. Rund 14.000 Menschen starben mit oder an dem Virus.

apa/reuters