Aktuell gibt es in Südtirol 4788 akkreditierte Betten in den Seniorenwohnheimen, wovon bislang knapp 1000 für „besondere Betreuungsformen“ vorgesehen waren. Diese Zahl hat die Landesregierung nun auf 1221 aufgestockt – und zu deren bisherigen Kategorien „extensiv“, „intensiv“ und „Demenz“ nun neu die „hochintensive Betreuungsform“ eingeführt. Gestern hat Soziallandesrätin Rosmarie Pamer in einer Pressekonferenz die Neuerungen vorgestellt.<h3> SCU: Suche nach drittem Standort</h3>120 Betten sollen demnach diese „special care units“ umfassen, in ihnen werden Menschen mit neurologischen Beeinträchtigungen wie dem vegetativen Zustand (Wachkoma-Patienten) oder dem Locked-In-Syndrom behandelt. 40 Betten gibt es bereits im Langzeitpflegeheim Firmian bei Bozen. 26 weitere sollen mit Jahresbeginn 2025 in Meran im St. Josefsheim entstehen. Für eine dritte Einheit wird noch ein Standort gesucht, „vor allem in der östlichen Landeshälfte“, sagte Pamer gestern. <BR /><BR />Für diese besonderen Betreuungsformen gibt es einen höheren Personalschlüssel (für die SCU stellt die Sanität das Personal) und höhere finanzielle Zuweisungen vom Land. <BR /><BR />Auch letztere wurden mit dem jüngsten Beschluss der Landesregierung aufgestockt, ebenso wie der Einheitsbetrag für ein „normales“ Bett. Bisher bekamen die Heime pro Bett und Tag 83,47 Euro vom Land, ab sofort werden es 92,98 Euro sein. Für die besonderen Betreuungsformen kommen dann z. B. für Demenzpatienten künftig 27,70 Euro dazu (bislang 24,10 Euro). <BR /><BR />Zudem hat die Landesregierung den Grundtarif (Tagessatz), den Bewohner/Angehörige zu zahlen haben auf maximal 77 Euro begrenzt. Und: Die Mitarbeiter in den Heimen sollen Inflationsausgleich und einen höheren Grundlohn bekommen, für die Aufstockungen werden vom Land heuer 17 Millionen Euro, 2025 sind 50 Millionen Euro bereitgestellt. Zu rund 10 Prozent beteiligen sich auch die Seniorenwohnheime an den zusätzlichen Kosten durch die Gehaltsaufbesserungen. „Das Land übernimmt damit einen Großteil der zusätzlichen Kosten, um damit sowohl für die Heimbewohner als auch für die Mitarbeitenden bessere Bedingungen zu schaffen“, betonte Soziallandesrätin Rosmarie Pamer gestern.