Montag, 04. Januar 2016

Mehr Flüchtlinge, aber weniger Diebe: Bahnfahren wird sicherer

Ein enormer Anstieg an Drogenfunden, aber weniger Diebstähle und Raubüberfälle konnte die hiesige Bahnpolizei im abgelaufenen Jahr verzeichnen. Ihr Hauptaugenmerk lag aber auf der Kontrolle des Flüchtlingsstromes über den Bahnweg nach Norden.

Die Bahnpolizei im Einsatz.
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Die Bahnpolizei im Einsatz.

Die Bilanz der Bahnpolizei kann sich sehen lassen: 4114 Bahnarealüberwachungen, 1228 Zugkontrollfahrten, 11.506 identifizierte Personen - davon 8176 aus dem Ausland stammende Reisende, 4 Verhaftungen und 2796 Anzeigen. 

Flüchtlingstrom nach Norden

Der große Unterschied in der Arbeit zum Vorjahr lag aber darin, den Strom der nach Norden ziehenden Flüchtlinge zu überwachen.

Auf dem gesamten Territorium der Bahnpolizei von Verona und Trentino-Südtirol wurden 2015 insgesamt 44.731 Reisende kontrolliert - davon 23.988 aus dem Ausland stammend und 4500 ohne legalen Aufenthaltsstatus. 3067 Personen wurden angezeigt - was einem Anstieg von 402 Prozent entspricht, 42 Menschen verhaftet. 

Mehr Drogen, weniger sonstige Delikte

Ein Anstieg von 1158 Prozent hingegen konnte bei den Drogenfunden verzeichnet werden. Unter anderem konnten 16 Kilogramm Haschisch, 2,5 Kilo Heroin und 0,5 Kilo Kokain sichergestellt werden.

Hingegen die Diebstähle gingen um 56 Prozent, die Raubüberfälle um 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2014 zurück. 

stol/ker

stol