<b><BR />Warum steigt die Zahl der krebskranken Kinder?</b><BR />Dr. Michael Mayr: 2024 hatten wir 26 Fälle. Es war ein schlechtes Jahr. Eine wissenschaftliche Erklärung dafür gibt es nicht. Die Zahl der Krebserkrankungen steigt, auch bei Erwachsenen. <BR /><BR /><embed id="dtext86-68835931_quote" /><BR /><BR /><BR /><b>Was sind die häufigsten Krebserkrankungen bei Kindern?</b><BR />Dr. Mayr: Am häufigsten treten Leukämien auf, gefolgt von malignen Lymphomen und Erkrankungen des zentralen Nervensystems, wie Hirntumoren. <BR /><BR /><b>Wie reagieren die Kinder auf die Diagnose?</b><BR />Dr. Mayr: Die Kinder sind super. Sie reagieren viel besser als Erwachsene, weil sie die Fähigkeit haben, in den Tag hinein zu leben. <BR /><BR /><embed id="dtext86-68835935_quote" /><BR /><BR /><b> Wie gut werden krebskranke Kinder in Südtirol versorgt?</b><BR />Dr. Mayr: Sehr gut. In Bozen gibt es ein Day Hospital, also eine Tagesklinik. Dort werden die jungen Patienten behandelt und fühlen sich gut aufgehoben. Für bestimmte Therapien werden sie in universitären Zentren verlegt, meistens nach Innsbruck oder Padua. <BR /><BR /><b>Und wie gut sind die Heilungschancen?</b><BR />Dr. Mayr: Die Heilungschancen liegen bei über 80 Prozent.<BR /><BR /><embed id="dtext86-68835939_quote" /><BR /><BR /><BR /><b>Kann man Krebs vorbeugen?</b><BR />Dr. Mayr: Nein. Aber ich empfehle Eltern, Zeiten für die Nutzung von Smartphone, Computer und Fernseher festzulegen. Deutsche Studien zeigen, dass ein Mittelschulkind in der Regel 5 Stunden Medien konsumiert. Das ist viel zu viel.<BR /><BR /><embed id="dtext86-68836053_quote" /><BR /><BR /><b>Sie sind Präsident der Kinderkrebshilfe „Peter Pan“. Wie unterstützt die Vereinigung betroffene Familien?</b><BR />Dr. Mayr: Wir sind vom ersten Moment an da. Betroffene Familien erhalten in den ersten 7 Monaten eine finanzielle Unterstützung, damit sich ein Elternteil um das Kind kümmern kann. Wir finanzieren 2 Psychologen, die in der Day Klinik arbeiten, und organisieren Aktivitäten. Krebskranke Kinder sind in ihrem sozialen Umfeld meist die einzigen Betroffenen. Irgendwann stellen sie sich unweigerlich die Frage, warum ich? Deshalb ist es wichtig, dass wir krebskranke Kinder zusammenbringen. So können sie ihre Erkrankung leichter akzeptieren. Wenn ein Patient die Diagnose akzeptiert, arbeitet er automatisch an seiner Genesung mit. <BR /><BR /><b>Und wo hapert es?</b><BR />Dr. Mayr: Bei der medizinischen Betreuung und Koordination von Patienten, die von der Kinder- in die Erwachsenenmedizin wechseln. Wir arbeiten daran, diesen Übergang zu erleichtern.<BR /><BR /> <a href="https://www.peterpan.bz.it/de" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier geht es zur Homepage von Peter Pan.</a>