Oberkofler, im ASGB zuständig für das Gesundheitswesen, weiß, wovon er spricht. Bis Ende 2011 war er Führungskraft im Gesundheitsbezirk Bozen. Das Argument des Sanitätsbetriebes, wonach seit 2007 34 Prozent der Führungsposten gekürzt worden seien, lässt er nicht gelten.„Man spricht immer von anfänglichen 123 Führungspositionen. Aber das ist reine Zahlenkosmetik, denn es waren nur 99 effektiv besetzt“, so Oberkofler.Fünf Jahre später sind im Sanitätsbetrieb bzw. in den vier Gesundheitsbezirken 81 Abteilungs- und Amtsdirektoren tätig. „Aber dieser Rückgang ist nicht Folge der Reform, sondern großteils von Pensionierungen. 13 Direktoren sind in Rente gegangen“, so Oberkofler. Weitere sechs hätten den Führungsauftrag verloren, weil die Requisiten fehlten.Nun sind zwar auf der einen Seite die Führungspositionen gesunken, aber auf der anderen Seite wurden neue geschaffen. In fünf Jahren sind auf Sanitätsbetriebs- wie auch auf Gesundheitsbezirksebene 23 Stabsstellen dazugekommen – 2006 gab es eine.Mit diesen Stabsstellen werde die Vorgabe der 81 von der Landesregierung vorgegebenen Führungsposten umgangen, erläutert Oberkofler. „Diese Stabsstellen-Kräfte sind rein verwalterisch tätig, scheinen im Organigramm nicht auf, weil sie nicht die rechtliche Funktion einer Führungskraft haben. Das ist ein Trick, um die Vorgaben des Landes zu umgehen“, sagt er.lu/D_________________________________________________________________________________________________________________Weitere Details und was Generaldirektor Andreas Fabi zu den Vorwürfen sagt, lesen Sie in der Freitag-Ausgabe der Tageszeitung „Dolomiten“.