Montag, 23. Januar 2017

„Mehr Qualität“: „Flirten“ mit Trenitalia

In den kommenden Wochen nimmt Trenitalia sieben neue FLIRT-Züge in Betrieb. Einer dieser Züge ist am Montag in Bozen präsentiert worden. Zwei Eigenschaften der neuen Züge: Sie sind komfortabler und leiser.

Flirten auf ganzer Linie: Roger Hopfinger, LR Florian Mussner, Orazio Iacono, Günther Burger und STA-Präsident Martin Ausserdorfer (FOTO: LPA/Inge Aster)
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Flirten auf ganzer Linie: Roger Hopfinger, LR Florian Mussner, Orazio Iacono, Günther Burger und STA-Präsident Martin Ausserdorfer (FOTO: LPA/Inge Aster) - Foto: © LPA

276 Sitzplätze mit Lodensitzen, 352 Stehplätze, WLan, großzügige Zugänge ohne Treppen und Abstellplätzen für Rädern: Dies sind laut Roger Hopfinger, Regionaldirektor der Trenitalia, die besonderen Charakteristiken der neuen Züge.

Zudem ermögliche die technische Ausstattung der Züge, auf den unterschiedlichen Streckennetzen zu verkehren. Die Züge seien speziell auf den länderüberschreitenden Verkehr zwischen Italien und Österreich ausgelegt und für die Linien Bozen-Meran-Mals, Bozen-Brenner-Innsbruck, Bozen-Trient-Ala und Franzensfeste-Innichen-Lienz (Pustertal) vorgesehen. Sogar Fahrten im neuen Brennerbaisistunnel wären möglich, sagte Hopfinger am der Pressekonferenz am Montag.

Foto: LPA

 

Fünf weitere Züge im Besitz des Landes werden laut Direktor der Landesabteilung Mobilität Günther Burger für dieses Umlaufmodell umgerüstet ebenso wie sieben Züge über Dienstvertrag mit der Sad und eventuell ab 2020 auch weitere.

Die Mitfinanzierung des Landes für die sieben neuen Züge der Trenitalia erfolgt gemäß Dienstvertrag Land bzw. Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) mit Trenitalia. Die Züge kosten rund 63,4 Millionen Euro. Das Land gibt dazu laut Burger einen Beitrag von 47,8 Millionen Euro in neun Jahresraten zu rund 5,3 Millionen Euro.

Direktor: Fast alle Trenitalia-Züge sind pünktlich

Der Regionaltransport sei für die Trenitalia vorrangig und man wolle für Pendler die gleiche Qualität erbringen, wie es sie in den Hochgeschwindigkeitszügen gebe, sagte Orazio Iacono, Direktor der regionalen Bahndienste von Trenitalia im Bereich Personentransport. „Die neuen Flirtzüge stehen für mehr Qualität“, betonte er. Laut Iacono liegt die Pünktlichkeit der Trenitalia-Züge in Südtirol bei 94 Prozent und die Zuverlässigkeit sei im europäischen Durchschnitt besonders gut.

Die neuen Niederflur-Triebzüge des Typs FLIRT ergänzen die bestehende Flotte von 18 FLIRTs aus dem Hause Stadler. Zukünftig werden die Triebzüge auch im Regionalverkehr auf der Strecke zwischen Meran und Mals eingesetzt. Sie sind für eine Geschwindigkeit von 160 Stundenkilometer ausgelegt und mit dem Zugsicherungssystem ETCS ausgerüstet.

lpa/stol

stol