Sonntag, 26. August 2018

Mehrere Feuerwehrleute bei Waldbränden bei Berlin verletzt

Beim Kampf gegen den riesigen Waldbrand südlich von Berlin haben sich mehrere Einsatzkräfte verletzt. Sechs Feuerwehrleute hätten sich seit Donnerstag leichtere Verletzungen zugezogen, sagte eine Sprecherin des Landkreises Potsdam-Mittelmark am Samstagabend der Deutschen Presse-Agentur.

Löscharbeiten bei Waldbrand in Brandenburg Foto: APA (dpa)
Löscharbeiten bei Waldbrand in Brandenburg Foto: APA (dpa)

So hätten die Helfer etwa giftige Rauchgase eingeatmet oder Verletzungen an der Hand erlitten. Rund 400 Einsatzkräfte waren am Abend noch vor Ort.

Die Evakuierung zweier Ortschaften im ostdeutschen Bundesland Brandenburg wurden unterdessen aufgehoben. Die Bewohner von Tiefenbrunnen und Klausdorf dürften wieder in ihre Häuser zurückkehren, teilte die Polizei am Samstagabend mit. Fenster und Türen sollten aber weiter geschlossen bleiben.

Der Waldbrand südwestlich von Berlin war am Donnerstag ausgebrochen und hatte sich auf bis zu 400 Hektar ausgebreitet. Rund 500 Menschen aus drei Orten mussten ihre Häuser verlassen. Am Freitag zu Mittag konnten bereits die Bewohner von Frohnsdorf wieder zurück nach Hause.

Nach Angaben der Polizei waren in dem teilweise mit Munitionsresten aus dem Zweiten Weltkrieg verseuchten Gebiet am Freitag zeitweise 600 Helfer im Einsatz, um das Feuer einzudämmen. Die Brandursache war zunächst unklar. Den Hinweisen nach dürfte es sich aber um Brandstiftung handeln.

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und des heißen Sommers war die Waldbrandgefahr in den vergangenen Wochen stark gestiegen. Brandenburg mit seinen ausgedehnten Kiefernwäldern ist besonders bedroht.

apa/ag.

stol