Freitag, 05. August 2016

Mehrere Menschen in Salzburger Höhle eingeschlossen

Im Salzburger Pinzgau sind seit Freitagnachmittag mehrere Menschen in einer Höhle eingeschlossen.

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Archivbild - Foto: © APA/EPA

Diese hatten die Lamprechtshöhle bei St. Martin bei Lofer besichtigt, als wegen der starken Niederschläge plötzlich das Wasser stark anstieg und deshalb kein Herauskommen mehr möglich war. „Es ist wieder das Hochwasser“, sagte Gernot Salzmann von der Salzburger Höhlenrettung zur APA.

Ersten Informationen zufolge sollen sieben Menschen eingeschlossen sein. Die Alarmierung erfolgt um 15.22 Uhr, sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion. Höhlenretter und Polizei haben sich auf den Weg zur Höhle gemacht, um sich einen genaueren Überblick über die Lage zu verschaffen. Im Normalfall müssen die Eingeschlossenen warten, bis das Wasser wieder sinkt, dann können sie die Höhle problemlos verlassen.

Mehrmals ähnliche Zwischenfälle

In der Vergangenheit ist es schon mehrmals zu ähnlichen Zwischenfällen gekommen. So wurde für eine deutsche Urlaubergruppe am 29. Juni 2002 ein Ausflug in das Innere des Naturdenkmals zu einem ungewollten Abenteuer.

Der in der Höhle verlaufende Bach begann rasch zu steigen, die Gäste wurden vom Wasser eingeschlossen. Eine 62-Jährige stürzte beim Versuch, trotz Überflutung des Weges den Ausgang zu erreichen. Sie zog sich einen Bruch zu. Am Abend konnten alle Besucher die Höhle ohne Gefahr verlassen.

16 Personen, darunter 6 Kinder, wurden von ebenfalls überraschend schnell steigendem Wasser am 5. September 1998 in der Lamprechtshöhle eingeschlossen. Polizei, Feuerwehr, Berg-, Wasser-und Höhlenrettung standen im Einsatz, die Gruppe konnte in den späten Abendstunden unversehrt geborgen werden.

4 Deutsche wurden am 4. Jänner 1991 von Wassermassen in dem System eingeschlossen. Für die gut ausgerüsteten Nürnberger Höhlenforscher nahm die Expedition nach stundenlangem bangen Warten schließlich ein glückliches Ende. Eine 17-köpfige Rettungsmannschaft mit zwei Tauchern brachte die drei Männer und eine Frau in Sicherheit.

Der letzte ähnliche Zwischenfall ereignete sich am 28. August 2013. Damals saßen 26 Menschen etliche Stunden unter der Erde fest.

apa/dpa

stol