Bei einem Lawinenunglück in den italienischen Alpen sind mindestens zwei Skifahrer ums Leben gekommen. Im Aostatal konnte die Bergwacht einen 31 Jahre alten Mann nur noch tot aus den Schneemassen bergen. Ein etwa gleichaltriger Mann starb kurz danach. Ein weiterer Skifahrer musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus nach Turin gebracht werden. Den Rettungsdiensten zufolge ist der 35-Jährige in kritischem Zustand.<BR /><BR />Die Lawine hatte sich am Vormittag gegen 11.00 Uhr oberhalb des Ortes Courmayeur gelöst. Die Skifahrer waren abseits der präparierten Pisten in einem Seitental unterwegs. Die Gegend wird oft für Abfahren im Tiefschnee genutzt. Nach Angaben der Bergwacht kommen alle drei Opfer aus Frankreich. Die Lawinengefahr war zum Zeitpunkt des Unglücks nicht als besonders hoch eingeschätzt worden.<h3>Weitere Lawine im Trentino</h3>In der norditalienischen Region Trentino ging am Sonntag in den Alpen ebenfalls eine Lawine ab. Dort gelang es nach Angaben der Rettungsdienste anderen Skifahrern aus eigener Kraft, eine verschüttete Person aus den Schneemassen zu ziehen. Seit Beginn des Winters hatten sich in den Alpen bereits mehrere tödliche Unglücke beim Abgang von Lawinen ereignet. Dabei kamen auch mehrere Deutsche ums Leben.<h3> Stubaier Gletscher: Zwei tote Snowboarder</h3>Wie der ORF berichtet, sind am Sonntag zudem zwei 37-jährige Snowboarder am Stubaier Gletscher im freien Gelände nach einem Lawinenabgang ums Leben gekommen. Die beiden Österreicher waren im Bereich „Mutterbergl“ unterwegs, als sie von einem riesigen Schneebrett rund 300 Meter mitgerissen wurden.<BR /><BR />Der Polizei lag gegen 17.50 Uhr eine Vermisstenmeldung vor. Die zwei Snowoarder waren von ihrem Ausflug auf den Stubaier Gletscher nicht wie vereinbart zurückgekommen.<BR /><BR />Das Fahrzeug der beiden wurde gegen 19.00 Uhr am Parkplatz der Gletscherbahnen gefunden. Um 19.30 Uhr wurde eine große Suchaktion mit der Bergrettung Neustift, Hundeführern der Bergrettung Tirol, der Freiwilligen Feuerwehr Neustift, mehreren Drohnen, dem Polizeihubschrauber und der Alpinpolizei gestartet.<BR /><b><BR />Handypeilung führte zu Lawinenabgang</b><BR /><BR />Eine parallel dazu durchgeführte Handypeilung ergab einen Suchbereich zwischen der „Dresdner Hütte“ und der Talstation „Gamsgarten“. Mithilfe von Drohnenbildern konnte schließlich festgestellt werden, dass es im freien Skiraum im Bereich „Mutterbergl“ auf einer Seehöhe von 2.115 Metern zu einem Lawinenabgang gekommen war. Im Bereich des Lawinenanrisses fanden die Einsatzkräfte zwei Einfahrtsspuren. Die Sturzbahn der Lawine erstreckte sich über 300 Höhenmeter.<BR /><BR />Gegen 21.30 Uhr konnten die Einsatzkräfte der Bergrettung Neustift und die Hundeführer am Lawinenkegel zwei Signale von Lawinenverschüttetensuchgeräten (LVS) feststellen. Unmittelbar danach wurden die beiden verschütteten Snowboarder von der Bergrettung gefunden und geborgen. Die Notärztin konnte jedoch nur noch den Tod der beiden Männer feststellen.<h3> Weitere Lawine in St. Anton: Skifahrer schwer verletzt</h3>Zudem ist ein 19-jähriger Skifahrer am frühen Sonntagnachmittag in St. Anton am Arlberg (Bezirk Landeck) unterhalb des Gampberges bei einer Variantenabfahrt im freien Skiraum von einer Lawine verschüttet und dabei schwer verletzt worden. Der Schwede war laut Polizei als erster einer dreiköpfigen Gruppe in einen sehr steilen Nordhang eingefahren, als sich zunächst ein kleines Schneebrett und schließlich der gesamte 70 Meter breite Hang löste. Seine Begleiter setzten den Notruf ab.<BR /><BR />Seine Freunde sowie weitere Zeugen begannen mit der Suche nach dem 19-Jährigen, der eine Notfallausrüstung bei sich trug. Er wurde schließlich über das Lawinenverschüttetensuchgerät geortet und mithilfe der Crew des Notarzthubschraubers geborgen. Der Skifahrer wurde mit dem Tau geborgen und in die Innsbrucker Klinik geflogen.<h3> Teils (extrem) hohe Lawinengefahr</h3>Ab dem heutigen Montag gilt für Teile Nordtirols die zweithöchste Lawinenwarnstufe: 4 der fünfteiligen Skala. Auch in Südtirol bleibt die Lawinengefahr „erheblich“. <a href="https://www.stol.it/wetter/lawinenreport" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier geht es zum aktuellen Lawinenreport. </a><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1276587_image" /></div>