Etwa die Hälfte der zuletzt 15 Geiseln im Bus sei tot, sagte Innenminister Jessie Robredo am Abend. Rund um die Welt übertragene Fernsehbilder hatten über Stunden hinweg die vergeblichen Versuche von Spezialkräften gezeigt, in den Bus zu gelangen.Zu sehen war, wie am Abend bei strömendem Regen Menschen aus dem Bus stiegen oder getragen wurden, etliche Rettungswagen fuhren heran. Zuvor hatte es mehrere Schusssalven gegeben, die Bilder zeigten zudem Rauchschwaden im Bus - möglicherweise von einer Gaspatrone.Der Fahrer war vor dem Eingreifen der Spezialkräfte vom Bus weggerannt. Zuvor hatte der Geiselnehmer neun Menschen freigelassen, darunter mehrere Kinder. Nachdem stundenlange Verhandlungen ergebnislos geblieben waren, spitzte sich die Lage immer mehr zu. Der Ex-Polizist gab schließlich an, aus Wut zwei der Touristen erschossen zu haben. Daraufhin versuchten die Spezialkräfte, in den Bus zu gelangen - unter anderem, indem sie mit Hämmern auf die Tür einhieben.Das Geiseldrama hatte in der Früh begonnen, als der mit einem M16- Sturmgewehr bewaffnete Expolizist die 25 Menschen in dem Bus in seine Gewalt brachte - vier Philippiner sowie 20 Touristen und einen Reiseleiter aus Hongkong.Der Mann sei im Jänner wegen schweren Fehlverhaltens aus dem Dienst entlassen worden, sagte ein Polizeisprecher. Er habe nichts falsch gemacht und wolle wieder eingestellt werden, die Verantwortlichen sollten seinen Fall prüfen, forderte der Geiselnehmer nun bei den Verhandlungen.apa/dpa