Eine besondere Genugtuung ist für ihn, dass das Passeiertal zum dritten Mal hintereinander eine Million Nächtigungen erreicht hat.<BR /><BR />Seit dem Ausscheiden von Direktor Christian Staffler 2020 war der Tourismusverein Passeiertal bis zum Vorjahr, was den Direktorenposten betrifft, in unruhigen Gewässern. Ulrich Königsrainer, bereits vor der Fusion Präsident des Tourismusvereins St. Leonhard, war der Fels in der Brandung, zeitweise als geschäftsführender Präsident. <BR /><BR />Seit April 2024 gibt es ein gutes Führungsteam: Die beiden Direktorinnen Evi Bozza und Valeria Schlögl. Auch das macht Ulrich Königsrainer den Abschied leichter. Am 1. Jänner 2007 wurde er Präsident des fusionierten Tourismusvereins Passeiertal mit den Gemeinden Riffian, Kuens, St. Martin, St. Leonhard und Moos. „Es hat gebraucht, aber die Kirchtürme sind zusammengeführt“, zeigt sich Königsrainer zufrieden. „Wir finden mit all den unterschiedlichen Gegebenheiten – von mediterran, alpin bis hochalpin – einen gemeinsamen Nenner.“<h3> Die Urlauber sind bunter geworden</h3>Die Urlauber sind bunter geworden. Italiener sind inzwischen ganzjährig im Passeiertal auf Urlaub. Es kommen aber auch vermehrt Schweizer (z.B. zum Fischen) und Urlauber aus den Benelux-Staaten. Norddeutschland ist seit Sky Alps und dem Flughafen Bozen ein wichtiger Markt geworden. Die Flughafentransfers von Bozen ins Passeiertal haben sich von 2023 auf 2024 verdoppelt. Junge Gäste kommen neuerdings aus Spanien, Frankreich und den osteuropäischen Staaten.<BR /><BR />Seit 2024 ist das Passeiertal als nachhaltige Destination (GSTC-Kriterien) zertifiziert. „Nachhaltigkeit ist viel mehr als Umwelt“, betont Direktorin Evi Bozza. „Seit Jahren gibt es eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen Wirtschaftssektoren im Tal.“ „Es wird auf lokale Kreisläufe und regionale Produkte, alternative Energiequellen und eine nachhaltige Mobilität geachtet“, ergänzt Direktorin Valeria Schlögl. 98 Prozent der Betriebe würden den Gästepass anbieten. <h3> 215.000 Radler in einem Jahr</h3>Das Mobilitätsangebot verbessert sich im Passeiertal ständig. Seit heuer gibt es erstmals eine Buslinie von St. Leonhard bis Sterzing – über den Jaufenpass ohne Umstieg. Die Buslinie über das Timmelsjoch ins Ötztal ist immer gut ausgelastet. Ab Mitte Juni wird eine fixe Buslinie von Moos nach Ulfas angeboten – 7 Tage die Woche 2 Fahrten am Vormittag und 2 am Nachmittag. <BR /><BR />Das Passeiertal ist aber auch für Radfahrer sehr attraktiv 215.000 Radler wurden 2024 am Radweg taleinwärts gezählt.<BR /><BR />Das Passeiertal ist zudem eine Wanderdestination. 70.000 Wanderer begingen 2024 den Passerschluchtenweg, 20.000 Kletterer den Stuller Klettersteig. Der Tourismusverein erhält 30 Cent der Ortstaxe für die Wegerhaltung. Die Wege werden in Zusammenarbeit mit dem Maschinenring und Bauern gepflegt.<h3> Kein Übertourismus</h3>Das Passeiertal habe sich in den vergangenen Jahren ungemein entwickelt, das sei auch der Erfolg der Mitarbeiter, ist der scheidende Präsident stolz. Die 14 Angestellten arbeiten in Büros, die in allen Gemeinden modernisiert wurden. <BR /><BR />Viele Betriebe aller Kategorien haben sich qualitativ verbessert. Gab es 2007 588.000 Nächtigungen im Passeiertal, so waren es 2024 das dritte Jahr hintereinander eine Million. Zu viel Tourismus sei das aber noch lange nicht, betont Ulrich Königsrainer.