Dienstag, 17. Juli 2018

Meldepflicht für gefräßige Schildkröte

Amerikanische Buchstabenschildkröten (Trachemys Scripta) gefährden das ökologische Gleichgewicht in der EU. Aus diesem Grund muss dieser Tierart Einhalt geboten werden – auch hierzulande. Innerhalb 14. August müssen Halter ihre Tiere beim Umweltministerium melden. Der Verkauf und Handel der Amerikanischen Buchstabenschildkröte (auch: Schmuckschildkröte, Rotwangenschildkröte) ist schon seit einiger Zeit verboten. Allerdings gibt es in Südtirol gar einige dieser Tiere.

Amerikanische Buchstabenschildkröten gefährden das ökologische Gleichgewicht und werden allmählich zur Plage - auch in Südtirol.
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Amerikanische Buchstabenschildkröten gefährden das ökologische Gleichgewicht und werden allmählich zur Plage - auch in Südtirol. - Foto: © shutterstock

Laut dem Verein Herpeton leben mindestens 1000 Stück in den Seen des Landes, weil sie dort ausgesetzt wurden. Allerdings haben auch viele Privatpersonen solche Schildkröten zu Hause, im Aquarium oder im Teich im Garten.  „Diese Schildkröten sind exotische Arten, die hier nicht heimisch sind. Ihnen ist es aber gelungen, hier den Winter zu überleben und sich auch fortzupflanzen. Sie sind eine Gefahr für unser Ökosystem“, sagt Paul Zipperle vom Amt für Forstwirtschaft, der sich für das Land mit dem Thema befasst.

Innerhalb 14. August Tiere melden 

Ihre Verbreitung muss nun verhindert werden. „Ein erster Schritt ist die Meldung aller Tiere, damit sich die Verantwortlichen einen Überblick über den Bestand machen können“, sagt Zipperle. Das italienische Gesetz sieht vor, dass die Meldung innerhalb 14. August zu machen ist. 

D/uli

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol