Der Fall beschäftigt inzwischen auch Papst Leo XIV., der zugleich Bischof von Rom ist.<BR /><BR />Das Fresko, das bislang kaum Beachtung fand, ist seit Bekanntwerden der Angelegenheit zu einem Besuchermagneten in der italienischen Hauptstadt geworden. Wegen der vielen hochgereckten Handykameras ist es gelegentlich schwierig, sich einen Blick auf das Bild zu verschaffen. Inzwischen wird gescherzt, dass es der „Meloni-Engel“ sogar schaffe, die Römer zurück in die Kirche zu bringen.<h3> Pfarrer: „Wir suchen eine Lösung“</h3>Die Denkmalbehörde will nun klären, ob es für die eigenmächtige Veränderung durch einen Amateur-Restaurator eine Genehmigung gab. Andernfalls soll der Engel wieder sein ursprüngliches Gesicht erhalten. Pfarrer Daniele Micheletti bestätigte der Zeitung „La Repubblica“: „Wir suchen eine Lösung.“ Das Fresko befindet sich über eine Marmorbüste des letzten italienischen Königs Umberto II., der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1946 ins Exil ging.<BR /><BR />Einer der beiden Engel ähnelt seit der Restaurierung ungewöhnlich deutlich der Ministerpräsidentin von der Rechtspartei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens), die Italien seit mehr als drei Jahren regiert – länger als fast alle anderen Regierungschefs nach dem Zweiten Weltkrieg. Der „Meloni-Engel“ hält eine Schriftrolle mit den Umrissen Italiens in der Hand.<BR /><BR />Urheber der Veränderung ist der ehrenamtliche Helfer der Kirche, Bruno Valentinetti. Der 83-Jährige gilt als Meloni-Verehrer. In einem Podcast behauptete er, dass ihm die Idee für das neue Engelsgesicht im Traum gekommen sei. „Meloni erschien mir im Traum, in Weiß gekleidet. Sie sagte zu mir: ‚Bruno, male den Engel nach meinem Bild. Gib ihm mein Gesicht!‘ Daraufhin bewegte sich meine Hand wie von selbst.“