Donnerstag, 26. Dezember 2019

Menschen in Asien bestaunen ringförmige Sonnenfinsternis

In weiten Teilen Asiens haben die Menschen am Donnerstag eine besondere Sonnenfinsternis bestaunen können: Dabei schob sich der Mond genau zwischen Erde und Sonne, verdeckte die Sonne aber nicht komplett, sondern ließ einen leuchtenden Ring frei. .

Begeisterung über Himmelsschauspiel.
Begeisterung über Himmelsschauspiel. - Foto: © APA (AFP) / SADIQ ASYRAF

Eine solche ringförmige Sonnenfinsternis ist meist nur in einem kleinen Gebiet sichtbar

Diesmal begann das Himmelsschauspiel auf der Arabischen Halbinsel und zog in einem breiten Streifen über Südindien und Südostasien bis zum Nordpazifik. In Singapur versammelten sich Hunderte Schaulustige am Hafen, um die Sonnenfinsternis zu bestaunen.

Im Süden Indiens versammelten sich die Menschen an den Stränden im Bundesstaat Tamil Nadu, um die Sonnenfinsternis zu beobachten. Der Bundesstaat Odisha erklärte den Donnerstag sogar eigens zum Feiertag - alle Behörden, Gerichte, Schulen und Universitäten blieben geschlossen.

In der indischen Hauptstadt Neu Delhi verdeckten allerdings Wolken und die Luftverschmutzung die Sicht. Premierminister Narendra Modi äußerte sich enttäuscht - obwohl so weit nördlich ohnehin nur eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen gewesen wäre. Auch er habe dem Ereignis entgegengefiebert, schrieb Modi auf Twitter. „Leider“ habe er die Sonnenfinsternis aber nicht selbst, sondern nur auf Live-Bildern sehen können.

In Indonesien versammelten sich Hunderte Menschen vor dem Planetarium der Hauptstadt Jakarta. Sie habe den Beginn der Sonnenfinsternis schon zu Hause gesehen und hoffe nun trotz der Wolken auf eine gute Sicht auf den Höhepunkt, sagte Chandra Ayu Dewi, die zusammen mit ihren Kindern zum Planetarium gekommen war.

Die nächste ringförmige Sonnenfinsternis wird im kommenden Juni zu sehen sein, allerdings nur in einem schmalen Streifen von Afrika bis Nordasien. Die übernächste ringförmige Sonnenfinsternis im Juni 2021 wird dann nur in der Arktis und in Teilen Kanadas, Grönlands und im Fernen Osten Russlands zu sehen sein.

apa