Samstag, 20. Februar 2016

Menschenkette am Brenner: „150 bis 200 Teilnehmer“

Am Brenner haben Samstagmittag Demonstranten mit einer sogenannten „grenzüberschreitenden Menschenkette“ gegen die geplante Einführung von Grenzkontrollen auf österreichischer Seite demonstriert.

Die Demonstranten bildeten eine Menschenkette. Foto: DLife
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Die Demonstranten bildeten eine Menschenkette. Foto: DLife

An der Aktion, die eine Stunde dauerte, nahmen „zwischen 150 und 200 Menschen“ teil, berichtete die Polizei der APA.

Unter den Demonstration befanden sich auch der Landeshauptmann des Trentino, Ugo Rossi, sowie führende Südtiroler Politiker wie SVP-Obmann Philipp Achammer und Landesrat Richard Theiner.

Zur Initiative hatten Regionalpolitiker des Partito Democratico (PD) sowie Vertreter der Gewerkschaften, von Kulturverbänden und der Zivilgesellschaft aufgerufen.

"Keine Demo gegen Österreich"

Sie richte sich nicht gegen Österreich, hatten die Initiatoren der Menschenkette im Vorfeld betont. Man richte jedoch ein entschlossenes „Nein“ zu Mauern, die ein Symptom des Mangels an einer europäischen Politik seien.

Die Kundgebung fand laut Exekutive entlang und teilweise auf der Brennerstraße (B 182) statt.

Sie begann auf Südtiroler Seite und führte rund 200 Meter bis auf österreichisches Staatsgebiet. Die Demonstranten hielten Schilder mit Aufschriften wie „Keine Zäune gegen Menschen“ hoch.

Zu größeren Verkehrsbeeinträchtigungen kam es nicht. Laut Polizei mussten lediglich kleinräumige Umleitungen, etwa auf die Brennerautobahn, eingerichtet werden.

apa/stol

stol