Mittwoch, 13. Januar 2016

Menschenrechtler: 250.000 Menschen in Ostsyrien vom IS eingeschlossen

Mindestens 250.000 Menschen sind nach Angaben von Menschenrechtlern in Teilen der ostsyrischen Stadt Deir al-Zor (Deir ez-Zor) von der Terrormiliz IS eingeschlossen.

IS-Terror in Syrien
IS-Terror in Syrien - Foto: © APA/AP

Die Jihadisten verhinderten, dass Nahrungsmittel und Medizin in die von Regimetruppen gehaltenen Gebiete vordringen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch.

Die Preise für diese Güter seien in der Enklave daraufhin in astronomische Höhen geklettert. Auch dürften Personen die Stadtteile nicht verlassen. Deir al-Zor und die gleichnamige syrische Provinz stehen mit Ausnahme dieser Areale unter Kontrolle des Islamischen Staates. Die Belagerung Deir al-Zors begann vor etwa einem Jahr.

Nach UN-Angaben werden insgesamt 50 Orte im Bürgerkriegsland Syrien belagert – in diesen seien 400.000 Menschen gefangen. Für besonderes Aufsehen hatte zuletzt die Hungerkatastrophe in der von Regimetruppen belagerten Stadt Madaya gesorgt.

Am Montag hatte eine lang erhoffte Hilfslieferung die zum Teil bis auf die Knochen abgemagerten Bewohner des Ortes erreicht. In den Wochen zuvor waren Ärzte ohne Grenzen zufolge mindestens 28 Menschen in Madaya an Mangelernährung gestorben.

apa/dpa

stol