Samstag, 23. Mai 2020

Menschenschlepper am Brenner gefasst – Wollten nach Italien

Bei Kontrollen am Brenner ist den Carabinieri von Sterzing ein Mann beim Versuch ins Netz gegangen, 4 Männer aus Marokko ohne jegliche Dokumente nach Italien zu bringen. Da sich die österreichischen Behörden weigerten, sich der 4 Personen anzunehmen, wurden alle 5 Insassen des Autos ins Bozner Gefängnis gebracht.

Die Carabinieri führen derzeit Kontrollen am Grenzübergang aus.
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Die Carabinieri führen derzeit Kontrollen am Grenzübergang aus. - Foto: © Carabinieri
Die Carabinieri war bei den Kontrollen an der Brennergrenze beschäftigt, als ihnen ein Auto mit österreichischem Kennzeichen auffiel, in dem sich 5 Personen befanden und das in Richtung Italien fuhr.

Obwohl sich der Schlepperfluss normalerweise in Richtung Norden bewegt, beschlossen die Carabinieri, das Auto anzuhalten und nach dem Rechten zu sehen – eine gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte.

Der Lenker, ein gebürtiger Tunesier, der mittlerweile italienischer Staatsbürger ist und in Reggio Calabria lebt, konnte nicht erklären, warum seine 4 Mitfahrer, allesamt aus Marokko, keinerlei Dokumente bei sich hatten.

Der Fahrer wurde umgehend wegen der Beihilfe zur illegalen Einwanderung festgenommen.

Die 4 Mitfahrer wurden wegen der illegalen Einreise auf freiem Fuß angezeigt. Anschließend wollten die Carabinieri die 4 Männer den österreichischen Behörden überstellen, da sie ja von dort eingereist waren.

Diese weigerten sich jedoch mit der Begründung, dass die 4 Marokkaner über ein anderes Land den Schengenraum betreten hatten und von den italienischen Behörden gefasst wurden. Folglich seien es auch die italienischen Behörden, die die 4 Männer nun in das Schengenland bringen müssten, in das sie eingereist waren.

So wurde nicht nur der Lenker, sondern auch seine 4 „Fahrgäste“ ins Bozner Gefängnis gebracht.

liz

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