Die Carabinieri war bei den Kontrollen an der Brennergrenze beschäftigt, als ihnen ein Auto mit österreichischem Kennzeichen auffiel, in dem sich 5 Personen befanden und das in Richtung Italien fuhr.<BR /><BR />Obwohl sich der Schlepperfluss normalerweise in Richtung Norden bewegt, beschlossen die Carabinieri, das Auto anzuhalten und nach dem Rechten zu sehen – eine gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte.<BR /><BR />Der Lenker, ein gebürtiger Tunesier, der mittlerweile italienischer Staatsbürger ist und in Reggio Calabria lebt, konnte nicht erklären, warum seine 4 Mitfahrer, allesamt aus Marokko, keinerlei Dokumente bei sich hatten.<BR /><BR />Der Fahrer wurde umgehend wegen der Beihilfe zur illegalen Einwanderung festgenommen. <BR /><BR />Die 4 Mitfahrer wurden wegen der illegalen Einreise auf freiem Fuß angezeigt. Anschließend wollten die Carabinieri die 4 Männer den österreichischen Behörden überstellen, da sie ja von dort eingereist waren.<BR /><BR />Diese weigerten sich jedoch mit der Begründung, dass die 4 Marokkaner über ein anderes Land den Schengenraum betreten hatten und von den italienischen Behörden gefasst wurden. Folglich seien es auch die italienischen Behörden, die die 4 Männer nun in das Schengenland bringen müssten, in das sie eingereist waren.<BR /><BR />So wurde nicht nur der Lenker, sondern auch seine 4 „Fahrgäste“ ins Bozner Gefängnis gebracht.