Mittwoch, 11. Mai 2022

Menschliches Versagen Auslöser für Zugunglück?

Nach dem Zugunglück vom Montagabend auf der Pottendorfer Linie südlich von Wien ermittelt die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt wegen des Verdachts der grob fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung. Die Polizei hat die Arbeit am Ort des Geschehens abgeschlossen. Die Unfallursache stand weiterhin nicht fest. Es werde „menschliches Versagen“ vermutet, hieß es seitens der Raaberbahn.

2 Waggons sind bei dem Unglück umgestürzt. - Foto: © PRESSESTELLE BFK MÖDLING / MICHA / PRESSESTELLE BFK MÖDLING / MICHA

Ein technisches Gebrechen könne ausgeschlossen werden, sagte die stellvertretende Generaldirektorin Hana Dellemann zum ORF Burgenland. Vermutungen und Gerüchte, dass Bahnweichen falsch gestellt wurden, wollte Dellemann nicht bestätigen.

Bei dem Unglück kam ein 25-jähriger Eisenstädter ums Leben. Der 52-jährige ungarische Triebwagenführer und 2 Fahrgäste aus Wien, eine Frau (35) und ein Mann (78), beide aus Wien, wurden schwer verletzt. 10 weitere Passagiere erlitten leichte Verletzungen.

Am Mittwochvormittag sollten laut Polizeisprecher Stefan Loidl die 2 Waggons des „Ventus“-Zuges geborgen werden, die in ein Feld gestürzt bzw. auf der Böschung neben den Gleisen liegen geblieben waren. Dabei wird ein Spezialkran im Einsatz sein.



Das Unglück hatte sich auf einem geraden Streckenabschnitt ereignet. An Bord des REX 7657, der auf dem Weg von Deutschkreutz nach Wien-Hauptbahnhof war, hatten sich der Landespolizeidirektion Niederösterreich zufolge der Triebwagenführer und etwa 70 Passagiere befunden.

Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hat neben der Sicherstellung des Fahrtenschreibers des Zuges zwecks Auswertung auch jene der Zugmaschine angeordnet, sagte Habitzl am Mittwoch. Die Obduktion des 25-Jährigen ist ebenfalls verfügt worden. Zudem wurde ein Sachverständiger zur Klärung der Unfallursache bestellt. Mit einem Gutachten werde erst in einigen Wochen zu rechnen sein, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

apa

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