<BR />Nach Abschluss umfangreicher Ermittlungen hat die Carabinieri-Station Meran zwei Tatverdächtige im Alter von 60 und 25 Jahren auf freiem Fuß angezeigt. Sie sollen eine rund 60-jährige Frau aus Meran mit einer perfiden Masche um etwa 1.600 Euro gebracht haben.<BR /><BR />Ausgangspunkt der Ermittlungen war die Anzeige des Opfers. In der Folge analysierten die Beamten detailliert die Geldflüsse auf verschiedenen Bankkonten. Durch diese technischen Überprüfungen konnten die mutmaßlichen Täter identifiziert werden. Es stellte sich heraus, dass sie die tatsächlichen Inhaber jener Konten sind, auf die das unrechtmäßig erlangte Geld überwiesen worden war.<h3> Zuerst von angeblichem Bankmitarbeiter kontaktiert</h3>Der Betrug lief in zwei Phasen ab. Zunächst sei die Frau telefonisch von einem angeblichen Bankmitarbeiter kontaktiert worden. Dieser habe sie mit großer Geschicklichkeit davon überzeugt, dass ihre Ersparnisse gefährdet seien und dringend „gesichert“ werden müssten.<BR /><BR /> Aus Angst vor einem finanziellen Verlust habe die Frau daraufhin zwei Überweisungen über insgesamt rund 1.600 Euro auf Konten getätigt, die ihr von den Betrügern genannt wurden. Als Begründung wurde ihr ein angeblicher offener Betrag für den Kauf von Schmuck bei einer bekannten Juwelierfirma in der Südtiroler Landeshauptstadt genannt.<BR /><BR />Um den Druck weiter zu erhöhen und die Geschichte glaubwürdig erscheinen zu lassen, hätten die Täter zu einer zweiten Täuschung gegriffen: Sie hätten sich per WhatsApp als Carabinieri aus Meran ausgegeben und eine bevorstehende Hausdurchsuchung angekündigt. Ziel dieser angeblichen Maßnahme sei die Sicherstellung der nicht bezahlten Schmuckstücke.<h3> Hausdurchsuchungen niemals telefonisch angekündigt </h3>Die Carabinieri warnen in diesem Zusammenhang eindringlich vor solchen Betrugsversuchen. Sie stellen klar, dass Maßnahmen wie Hausdurchsuchungen niemals telefonisch oder über Messaging-Dienste angekündigt werden. Wer entsprechende Nachrichten erhält, könne sicher von einem Betrugsversuch ausgehen.<BR /><BR />Ebenso betonen die Ordnungshüter, dass Banken ihre Kundinnen und Kunden niemals dazu auffordern, Geld per Telefonanweisung auf sogenannte „Sicherheitskonten“ oder auf fremde Konten zu überweisen.<BR />Im Zweifelsfall raten die Carabinieri, umgehend den Notruf zu kontaktieren oder sich direkt an die nächstgelegene Dienststelle zu wenden.