Der Mann hatte in den vergangenen Tagen die Notrufnummer 112 kontaktiert und gemeldet, ein Landsmann von ihm sei nach dem Eintauchen in die Passer nicht mehr in der Lage gewesen, das Ufer zu erreichen. Bereits in den ersten Momenten des Einsatzes soll der Anrufer den Einsatzkräften widersprüchliche und unklare Angaben gemacht haben. Zudem habe er selbst erklärt, kurz vor dem Notruf mehrere Biere konsumiert zu haben.<BR /><BR />Nach dem Alarm wurden umgehend umfangreiche Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Im Einsatz standen mehrere Mannschaften der Freiwilligen Feuerwehr Meran sowie der Berufsfeuerwehr Bozen und die Wasserrettung Meran. <BR /><BR />Die Einsatzkräfte durchkämmten das gesamte Flussgebiet und dehnten die Suche bis nach Sinich und Marling aus.<BR /><BR />Im Verlauf der Suchaktion konnte jedoch ausgeschlossen werden, dass sich eine Person im Wasser oder entlang der Ufer befand. Die eingesetzten Feuerwehrkräfte erklärten außerdem, der Wasserstand der Passer sei sehr niedrig und die Strömung nur mäßig gewesen, weshalb der geschilderte Vorfall wenig plausibel erschienen sei.<BR /><BR />Nach den Ermittlungen und dem vollständig negativen Ergebnis der Suche wurde der Einsatz kurz nach Mitternacht beendet. Durch die falschen Angaben über eine angeblich in Lebensgefahr schwebende Person habe der 30-Jährige ohne festen Wohnsitz einen unnötigen Großeinsatz ausgelöst. Einsatzkräfte und Rettungsmittel seien dadurch für rund zwei Stunden von ihren eigentlichen Aufgaben abgezogen worden.