Ende September 2023 kaperte eine nunmehr 5-köpfige Familie eine sanierte Wobi-Wohnung, indem sie die Wohnungstür aufgebrochen und sich dort eingenistet hat – mit krimineller Energie und ohne jegliches Recht. Selbstredend dass kein Cent Miete bezahlt wird. Nun soll in nächster Zeit erneut versucht werden, die Wohnungsbesetzer hinauszukomplimentieren.<BR /><BR />Es war der 27. September 2023, als beim Wohnbauinstitut die Meldung eingegangen ist, dass Unbekannte eine Wobi-Wohnung, die nahezu fertig saniert worden war, aufgebrochen, das Türschloss ausgetauscht und es sich dann dort gemütlich gemacht haben. Wie sich herausstellte, wäre die Familie – damals Mann, hochschwangere Frau, Kleinkind und Großvater – Mitte Oktober aus einer Privatwohnung zwangsgeräumt worden. Detail am Rande: Allesamt italienische Staatsbürger ohne jeglichen Migrationshintergrund.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1019115_image" /></div> <BR /><BR />Also hatten sie sich wohl nach etwas „Günstigem“ umgeschaut – und zwar eine leerstehende Wohnung, die dem Wobi und damit der öffentlichen Hand gehört und fast fertig renoviert war.<BR /><BR />„Woher die Leute wussten, dass die Wohnung leer steht, weiß ich nicht. Und obwohl sie keinen Rechtstitel haben, dort zu wohnen, haben sie übers Internet einen Stromvertrag bekommen. Daraufhin haben wir beim Stromlieferanten nachgefragt, wie so etwas zustande kommen kann, haben aber nie eine Antwort bekommen“, sagt Wobi-Generaldirektor Wilhelm Palfrader. <BR /><BR />Bereits am 5. Oktober hat das Wobi eine strafrechtliche Eingabe bei der Staatsanwaltschaft gemacht, eine weitere folgte am 12. Dezember mit Fotos, wie sich die Familie illegal eingerichtet hat – Tatbestand: widerrechtliche Besetzung öffentlichen Eigentums und Sachbeschädigung, da die Eingangstür aufgebrochen worden war. Auch ein Räumungsdekret wurde vom Wobi ausgestellt. „Bis jetzt der einzige Fall bei uns im Wobi“, sagt Palfrader.<BR /><BR />Weil die Frau im Herbst 2023 hochschwanger war, lief ein erster Delogierungsversuch in Anwesenheit der Sicherheitsbehörden ins Leere. Es wurde die Notsituation der schwangeren Frau ins Feld geführt. Stattdessen wurden Wobi-Mitarbeiter auch noch bedroht – nach dem Motto „Wir wissen, wo sie wohnen“. <BR /><BR />Nun soll in nächster Zeit ein Zwangsräumung durchgeführt werden.