Das Verwaltungsgericht hat den Rekurs der Anrainer angenommen. Die Gemeinde muss das ganze urbanistische Verfahren rund um das Projekt auf Null stellen und neu aufrollen.<BR /><BR />Zur Erinnerung: In der 1.-Mai-Straße hätte die Gemeinde ihr Projekt für leistbares Wohnen umsetzen wollen: 40 Wohnungen für Senioren, 20 für 2 Wohnbaugenossenschaften und weitere 20 für den freien Markt. Um dies realisieren zu können, hat die Gemeinde die Baudichte empfindlich erhöht, die maximale Höhe der Gebäude von 16 auf 19 Meter angehoben und eine neue Ringstraße vorgesehen, die die Postgranz mit der 1.-Mai-Straße verbinden sollte. <BR /><BR /><embed id="dtext86-65402517_quote" /><h3> „Die Gemeinde hat einen Fehler gemacht“</h3>Daraus wird so schnell nichts, denn das Urteil des Verwaltungsgerichts, das am vergangenen Dienstag hinterlegt wurde, schickt die Gemeinde – salopp gesagt – mit ihrem Projekt zurück auf Los. Die Bauleitplanänderung der Gemeinde Meran mit dieser urbanistischen Variante hätte der Landeskommission für Raum und Landschaft zur Prüfung vorgelegt werden müssen, besagt das Urteil des Verwaltungsgerichts. „Vereinfacht gesagt: Die Gemeinde Meran hat einen Fehler gemacht bei der Prozedur gemacht und hätte das Land involvieren müssen“, sagt Laura Polonioli, Anwältin der Anrainer im Mehrfamilienhaus „La Pace“ in der 1.Mai-Straße. <BR /><BR />Sie hatten heuer am 9. Jänner gegen die Bauleitplanänderung der Gemeinde Rekurs eingelegt und die Annullierung sämtlicher Beschlüsse gefordert.<h3> Gericht gibt Rekurs statt und kreidet weiteren Punkt an</h3> Nun hat das Verwaltungsgericht dem Rekurs der Anrainer stattgegeben. Laut Anwältin Laura Polonioli sei der Gemeinde vom Gericht noch ein weiterer Punkt angekreidet worden. <BR /><BR />„Angesichts der bedeutenden Anhebung der Baudichte von 3,5 auf 5 Kubikmeter je Quadratmeter und einer Anhebung der Bauhöhe von 16 auf 19 Meter hätte eine hydro-geologische Kompatibilitätsprüfung gemacht werden müssen – zumal dieser Bereich laut Gefahrenzonenplan als blaue Zone eingestuft ist sprich hohe Gefahr besteht“, führt Polonioli aus.