Freitag, 13. März 2020

Meran: Kohlenmonoxid-Austritt in Wohngebäude

In einem Meraner Mehrfamilienhaus ist es zu einem Kohlenmonoxid-Austritt gekommen. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war in der Nacht auf Freitag vor Ort.

Im Einsatz stand das Weiße Kreuz Meran.
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Im Einsatz stand das Weiße Kreuz Meran. - Foto: © fm
Ein Familienvater setzte gegen 0.25 Uhr den Notruf ab, da es mehreren Familienmitgliedern seit einigen immer schlechter ging. Sie klagten über Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit.

Beim Eintreffen des Weißen Kreuzes schlug der rund 100 Gramm schwere und an einem Rettungsrucksack eines Sanitäters befestigte Kohlenmonoxid-Melder sofort Alarm.

Die 5-köpfige Familie, darunter die 3 Kinder im Alter von 15 bis 9 Jahren, wurde in Sicherheit gebracht. Nach der Erstversorgung wurden sie in die Erste Hilfe ins Krankenhaus Meran eingeliefert. Sie hatten leichte bis mittelschwere Rauchgasvergiftungen erlitten.

Nachdem die Freiwillige Feuerwehr von Meran Messungen durchgeführt hatte, wurde klar, dass die Grenzwerte auch außerhalb der betroffenen Wohnung überschritten wurden. Die Sanitäter erkannten die Gefahr und lösten einen Großalarm aus.

Mehrfamilienhaus evakuiert

Das Mehrfamilienhaus mit rund 20 Menschen wurde evakuiert. Eine 71-jährige Frau hatte im Verlauf des Einsatzes über Unwohlsein geklagt und wurde ebenfalls ins Krankenhaus gebracht.

Die restlichen Bewohner konnten nach den Kontrollen des Edyna-Technikers wieder das Gebäude betreten.

Einmal mehr konnten somit die Co-Warngeräte eine Beinahe-Katastrophe verhindern, betonten die Rettungskräfte nach dem Einsatz.

Analysen der Ersten Hilfe im Krankenhaus Meran bestätigten den Verdacht einer Kohlenmonoxid-Vergiftung bei der betroffenen Familie. Die Familienmitglieder wurden noch in der Nacht in die hyperbarische Kammer nach Bozen gebracht um mit der Sauerstofftherapie zu beginnen.

Erst vor einer Woche hatte eine 2-Jährige aus Lana eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten.

stol