Dabei wurde einem 34-jährigen irakischen Staatsbürger siedeheißes Öl ins Gesicht geschüttet. Der Mann musste schwerverletzt in ein Brandverletztenzentrum nach Verona geflogen werden.<BR /><BR />Zugetragen hat sich das Ganze in einem Kondominium – im ehemaligen Hotel Astoria – am Winkelweg. Gegen 6.30 Uhr soll ein irakischer Staatsbürger Öl in einem Topf erhitzt haben und dieses dann seinem Landsmann, der im Bett schlief, über Gesicht und Schultern geschüttet haben. Daraufhin sei der Mann, etwa im selben Alter wie das Opfer, aus der gemeinsamen Wohnung geflüchtet, nicht ohne vorher die Wohnungstür mit dem Schlüssel zu verschließen.<BR /><BR />Das Opfer war noch geistesgegenwärtig genug, um die Landesnotrufnummer 112 zu wählen. Diese verständigte das Weiße Kreuz Meran sowie die Staatspolizei. Nachdem die Wohnungstür geöffnet werden konnte, wurde der Schwerverletzte, der unter Schock stand, vom Weißen Kreuz Meran erstversorgt, dann ins Bozner Krankenhaus gebracht und von dort mit dem Notarzthubschrauber nach Verona in ein klinisches Zentrum für Brandverletzte gebracht.<BR /><BR />Zunächst seien die Retter davon ausgegangen, dass es sich um einen Unfall handele. Erst in einem zweiten Moment wurde klar, dass der Mann gezielt verletzt worden war und dass der schrecklichen Tat in der Nacht auf Dienstag ein Streit zwischen beiden Männern vorausgegangen sein soll.<BR /><BR />Da das Opfer kaum imstande war, mit den Behörden zu reden, haben diese die Aufnahmen der vorhandenen Videoüberwachungskameras gesichtet. Darauf sei zu sehen, wie der Mitbewohner des Verletzten fluchtartig das Kondominium verlasse. Der Mann, von dem man die Identität kenne, sei untergetaucht, sickerte aus Ermittlerkreisen durch. Auf eine solche Tat, bei der ein Mensch für sein Leben verunstaltet wird, steht eine Haftstrafe von 8 bis 14 Jahren.