„Wir haben dort gleich mit mehreren Problemen zu kämpfen“, sagt Bürgermeisterin Katharina Zeller. „Vom Müll-Desaster in den Gewässern bis zum Schimmel in den Hütten“, sagt sie – aber nicht nur. Die Umzugswilligen und Kooperativen sollen in einer Sozialwohnung untergebracht werden.<BR /><BR />In der Sinti-Siedlung leben derzeit rund 27 Menschen – fünf Familien und drei Einzelpersonen. „Wir werden immer wieder von den Fischern – aber nicht nur – mit dem offensichtlich chronifizierten Müllproblem konfrontiert“, sagt Bürgermeisterin Zeller. Die Umweltsituation sei katastrophal und problematisch, weil sich in unmittelbarer Nähe die Gewässer befinden.<BR /><BR />Das ist nur eine Seite der Medaille. „Fakt ist auch, dass diese Hütten voller Schimmel sind, denn die Feuchtigkeit dringt durch den Boden in die Behausungen. Das Fundament weist Mängel auf, die Böden scheinen nicht gut isoliert zu sein“, schildert Zeller die Situation. Detail am Rande: Die Sinti-Siedlung war erst im Dezember 2018 noch unter Bürgermeister Paul Rösch bezogen worden. „Genau deswegen werden wir als Gemeinde auch der Sache nachgehen, ob es da Baumängel gegeben hat und ob wir diese bei den Baufirmen noch geltend machen können“, sagt Zeller.<BR /><BR />Dazu komme, so die Bürgermeisterin, dass einige der Bewohner das bisschen an Wassergebühren, das sie bezahlen sollten, nicht bezahlten. Da hätten sich mehrere Tausend Euro an geschuldetem Geld für Wasser angehäuft. „Ich bin ein sehr sozialer Mensch und wir helfen als Gemeinde gerne, wenn Hilfe nötig ist, aber Regeln sind einzuhalten. Nur ausnützen geht nicht“, sagt Zeller. <BR /><BR />Daher habe die Bürgermeisterin Sozialstadtrat Stefan Frötscher angewiesen, dass jene Familien, die „imstande und bereit sind, in eine Wohnung zu gehen und auch zur Zusammenarbeit mit den Sozialdiensten bereit sind, dass denen eine Sozialwohnung gegeben werden soll. Dann wird die Siedlung aufgelöst“.<BR /><BR />Und wie schnell soll dies vonstatten gehen? „Sicher nicht von heute auf morgen, aber wir arbeiten darauf hin“, sagt Bürgermeisterin Zeller. <BR /><BR />Erst Anfang Februar hatte der Stadtrat mit Bürgermeisterin Zeller in der Sinti-Siedlung einen Lokalaugenschein durchgeführt. Bereits damals standen die prekäre Müllsituation und die prekäre Wohnsituation im Mittelpunkt.