Mittwoch, 01. Februar 2017

Meran: Weniger Unfälle - mehr Strafen dank Speedbox

44 Unfälle weniger als 2016, dafür 1759 mehr festgestellte Geschwindigkeitsüberschreitungen: Das einige Eckdaten aus dem Tätigkeitsbericht 2016 der Meraner Stadtpolizei, den Kommandant Fabrizio Piras am Mittwoch den Medienvertretern präsentiert hat.

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„Die zurückgegangene Zahl der Unfälle ist eine äußerst positive Nachricht“, kommentierte auch Bürgermeister Paul Rösch. Hatte es 2015 noch 409 Mal gekracht, waren es 2016 noch genau 365 Unfälle. Der Rückgang sei nicht zuletzt auf die Wirkung des Speed-Check-Boxen zurückzuführen, mit denen die Zahl der Autos, die zu schnell unterwegs sind, stark gesunken sei.

Insgesamt zugenommen (von 13.408 auf 13.733 Fällen) haben hingegen die Verstöße gegen den Straßenkodex: 1.285 Fahrer haben Beschilderung und Ampeln missachtet (2015: 750), 68 waren hingegen betrunken am Steuer unterwegs, 208 nicht angeschnallt, 123 benutzten ihr Handy während der Fahrt.

2.034 Lenker haben die Geschwindigkeitsgrenzen überschritten. Davon wurden 1.933 mit Hilfe von Radargeräten, das heißt von den Speed-Checks, auf frischer Tat ertappt. 2015, als es die Speedchecks noch nicht gab, waren es 174. 

Automatisierte Kontrollen werden ausgeweitet

„Die automatisierten Kontrollen sind sehr effizient und entlasten die Polizei, die mit wenig Personal zahlreiche Aufgaben bewältigen muss“, so Rösch.

Mit den Videokameras, die in Kürze zur automatischen Kontrolle der Zufahrten zu den verkehrsberuhigten Zonen der Innenstadt angebracht werden, setzt sich der Trend zur Automatisierung fort. Kommandant Piras kündigte außerdem an, die Stadtpolizei werde in Zukunft auch bei der Überprüfung, ob ein Auto versichert ist und der vorgeschriebenen Revision unterzogen wurde, ein automatisches Kontrollgerät verwenden. Piras rief die Bürger dazu auf, ihre Autos zu kontrollieren.

Durch den Einsatz von Speed-Checks konnte kürzlich eine weitere, gefährliche Straßenstelle entschärft werden, und zwar dort, wo die Montecatinistraße in die Reichsstraße mündet. Die Unübersichtlichkeit dieser Kreuzung und die hohe Geschwindigkeit der Fahrzeuge führte in der Vergangenheit immer wieder zu Unfällen.

Nun sorgt dort die orangefarbene Blitzersäule, die vorher an der Georgenstraße installiert war, für mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmern.

Gestiegener Drogenkonsum

Besorgniserregend sei die von der Stadtpolizei festgestellte Zunahme des Konsums von Drogen unter Minderjährige. „Diesem Phänomen gilt unsere ganze Aufmerksamkeit“, betonte Bürgermeister Paul Rösch. 

stol

stol