Montag, 23. Januar 2017

Meran will UNESCO-Titel für Tappeinerweg

Rund 100 Jahre nach seiner Entstehung schmiedet die Stadt Meran für den Tappeinerweg große Pläne: Das Team rund um Bürgermeister Paul Rösch will die Promenade als UNESCO-Weltnaturerbe anerkennen lassen.

Flanieren hoch ober Meran: der Tappeinerweg.
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Flanieren hoch ober Meran: der Tappeinerweg. - Foto: © D

Diese Woche steht in der Gemeinde Meran ein wichtiger Termin an: Intern will man das Thema „Anerkennung des Tappeinerwegs als UNESCO-Weltnaturerbe“ mit verschiedenen Gemeindeämtern besprechen, später noch Einzelheiten klären, Wochen danach den ersten konkreten Auftrag vergeben: Für rund 8000 Euro soll ein spezialisiertes Unternehmen aus Deutschland prüfen, welche Dokumentationen notwendig und welche Verfahren einzuhalten sind, um eine Tappeinerweg-Bewerbung einzureichen.

Der Tappeinerweg ist eine Promenade hoch über Meran. Bereits vor 1900 wurde der erste Teil des Weges angelegt, fertiggestellt wurde er 1928. Das Geld dafür stellte Franz Tappeiner, Arzt und Botaniker aus Laas. „Der Tappeinerweg ist eine historische Promenade, die eine gewisse Exklusivität aufweist“, sagt Gabi Strohmer, Meraner Stadträtin für öffentliche Grünanlagen, im Gespräch mit Südtirol Online. „Ich schätze die Chancen, in die Liste der Welterbe aufgenommen zu werden, deshalb als gut ein.“

Bewerbung bis Juni prüfen

Denn noch heute wachsen am Tappeinerweg viele mediterrane Pflanzen. Diese Vielfalt – noch dazu im alpinen Raum – sei, so meint die Stadträtin, schon eine große Besonderheit. „Dazu kommt die historisch-architektonische Komponente: Der Weg ist besonders schön angelegt, Architektur und Natur ergänzen sich hier wunderbar.“

Die Prozedur hin zum Titel, das gibt auch Strohmer zu, ist lang. Ziel sei es deshalb, zunächst einmal bis zum späten Frühjahr – „wir gehen von Juni aus“ – eine Bewerbung geprüft und eventuell eingereicht zu haben.

stol

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