Luigi Laurenza (32) und sein Vater Carmine, Betreiber der Bar am Bahnübergang, können nicht mehr. „Die Situation gerät völlig außer Kontrolle. Drogenhandel, Schlägereien usw. sind mittlerweile an der Tagesordnung. Die Sicherheitskräfte haben alle Videos. Da sieht man die Gesichter der Leute, die Drogen verticken“, sagt Luigi Laurenza. Auch Vizebürgermeister Nerio Zaccaria habe er informiert, der bei ihm sonntags die Zeitung holt. Erst gestern morgen fand er zwei Obdachlose, die hinterm Lokal im Garten übernachtet haben. „Wieder musste ich die Sicherheitsbehörden rufen“, sagt er.<BR /><BR />Erst am vergangenen Freitag war es gegen 20.15 Uhr, kurz nachdem sie die Bar geschlossen hatten, zu einer Schlägerei vor dem benachbarten Lokal gekommen, das viel länger offenhalte. <BR /><BR />„Hier finden sich viele junge Afrikaner speziell Nordafrikaner auf. Bei der Schlägerei trug einer der Involvierten eine größere Schnittwunde an der Stirn davon. Stadtpolizei und Weißes Kreuz mussten einschreiten“, sagt Luigi Laurenza. Eine weitere Schlägerei am Dienstag vor einer Woche. „Da wurde niemand verletzt. Vergangene Woche habe ich viermal die Landesnotrufnummer angerufen“, erzählt Luigi Laurenza. <BR /><BR />Seine Familie – Vater, Mutter, seine Schwester und er – betreiben die Bar seit 2011. „Besonders schlimm ist es seit den letzten drei Jahren geworden. Wir zeigen an, leiten die Videos an die Sicherheitsbehörden weiter, erstatten Anzeigen. Aber das hilft alles nichts. Wir erleben hier den absoluten Niedergang. Ich wohne hier im Haus und wir möchten die Bar weiterführen, um davon leben zu können. Daher muss hier seitens der Behörden etwas unternommen werden“, sagt Laurenza. <BR /><BR />Den Zigarettenautomaten vor der Bar musste er stilllegen, denn „wir können nicht mehr für die Sicherheit unserer Kunden, die außerhalb der Öffnungszeiten der Bar kommen, garantieren. Wir wollen nicht riskieren, dass sie niedergestochen werden“, so Luigi Laurenza.