Es war an einem Sonntag im Oktober gegen 5 Uhr in der Früh, als der Mann sich von hinten an den 46-jährigen Meraner anschlich und ihm mit einem Totschläger, einem knüppelähnlichen Gegenstand, auf den Kopf schlug. Der Meraner fiel zu Boden – ihm war schwarz vor Augen.<BR /><BR />„Danach schlug er noch 2 Mal auf mich ein. Glücklicherweise hatte ich eine dicke Winterjacke an, die mich ein wenig schützte“, sagt der 46-jährige Meraner, dem es mittlerweile wieder gut geht. Kurz vor dem Angriff war es zwischen den beiden zu einem heftigen Streit gekommen. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/mit-eisenstange-bewusstlos-geschlagen-der-taeter-kam-aus-dem-nichts" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(STOL hat berichtet.)</a><BR /><BR />Der Täter wurde nach dem Angriff sofort ausgeforscht und festgenommen. Er war schon mehrmals vorbestraft. „Die gelten als gefährlich und sind der Polizei bekannt. Trotzdem passiert nichts“, sagt das Opfer. <h3> Schlägereien sind an der Tagesordnung</h3>Seit dem Angriff habe er aber nie mehr etwas zum Angreifer gehört. „Ich weiß nicht, ob er im Gefängnis ist, ob er abgeschoben wurde oder ob er noch immer frei herumläuft. Ich weiß nur, dass bald der Prozess beginnt, wo ich aussagen muss“, sagt der Meraner. Bei dem Täter soll es sich um einen jungen Mann aus Algerien handeln.<BR /><BR />Der Schrecken sitzt bei dem Opfer noch ein knappes Jahr nach dem Vorfall tief. „In meiner Straße, in der Carducci-Straße, ist es voller finsterer Gestalten. Die sind nicht ganz sauber und mit Messern und Luftpistolen bewaffnet. Ihnen ist es gleich, wenn du stirbst. Schlägereien stehen hier an der Tagesordnung. Da heißt es ausstellen“, sagt der 46-Jährige. <h3> „Einheimische sind nicht besser“</h3>Die Regierung Meloni hat kürzlich ein Dekret erlassen, um der Jugendgewalt Herr zu werden. Einige Strafen wurden verschärft. (Hier lesen Sie mehr dazu.) Für das Opfer des Angriffs gehen diese Maßnahmen aber nicht weit genug: „Man sollte junge Migranten erst gar nicht einreisen lassen. Sie haben keine Arbeit und lungern den ganzen Tag nur herum. Natürlich gibt es Ausnahmen.“<BR /><BR />Aber auch mit einheimischen Jugendlichen gebe es Probleme, sagt der Meraner. „Das sieht man am Beispiel vom Algo in Algund.“ Hier ist es schon öfters zu Vorfällen gekommen. <BR /><BR />„Früher lief keiner bewaffnet herum. Mein Angreifer hatte einen Totschläger dabei. Wer bitte hat denn so etwas bei sich?“, fragt sich der 46-Jährige. Für ihn ist klar, dass die Gewalt unter Jugendlichen ausgeartet ist und man sofort handeln muss.