Es war am vergangenen Montag gegen 17 Uhr, als Margot Z. ihre Wohnung in der Goethestraße zum Einkaufen verlässt. Dass sie dabei beobachtet wurde, glaubt sie nicht. „Ich habe niemanden gesehen, meine Nachbarn auch nicht“, sagt sie. Als sie nach 19 Uhr ihre Haustür aufsperrt und öffnen will, „klumpert's“. Denn die Einbrecher haben den Eingang mit den Küchenstühlen verbarrikadiert, wohl um sich aus dem Staub machen zu können, sollte die Hausherrin sie in flagranti erwischen.<BR /><BR />Als die Witwe es endlich schafft, die Tür einen Spalt breit aufzumachen, damit sie hineinkann, schwant ihr Böses. Allerdings beim ersten Blick in die Küche nichts Außergewöhnliches. „Dort haben sie alles so belassen, wie es war.“ Im Wohnzimmer waren aber alle Schranktüren geöffnet. „Weil da nur Geschirr drinnen ist, haben sie nichts mitgenommen“, sagt die Dame.<BR /><BR />Gewütet haben die Einbrecher im Schlafzimmer ihres Sohnes, der aber nicht mehr bei Margot Z. wohnt. „Dort haben sie alles herausgeschmissen“, erzählt sie. Beute gemacht haben die Kriminellen dann im Schlafzimmer der Witwe. Im Nachtkästchen unter Papieren, Dokumenten und Medikamentenschachteln hatte sie ihre Wertsachen in kleinen Schmuckschachteln verwahrt sowie in einer Schmuckschatulle auf einer Anrichte. Halsketten, Armbänder, Ohrringe, Anhänger, Krügerrand-Münzen, eine Taschenuhr ihres Vaters, die Eheringe ihrer Eltern: alles weg. <BR /><BR />„Ich habe nur mehr das an Schmuck, was ich am Körper getragen habe: das Paar Ohrringe, den Ehering meines Mannes, einen Ring meiner Schwiegermutter und die Armbanduhr, die mir mein Mann geschenkt hat. Sonst besitze ich nichts mehr. Die Fassadenkletterer hatten ja alle Zeit, alles zu durchwühlen. Mitgenommen haben sie nur Goldsachen, Modeschmuck haben sie nicht angerührt. Bis auf die Balkontür haben sie nichts beschädigt, aber sie haben auch einen schönen Fang gemacht“, stellt sie lapidar fest. Die Carabinieri haben die Spuren gesichert.<BR /><BR />Die Meranerin tut sich seitdem aber schwer mit Einschlafen. „In den ersten 2 Nächten konnte ich nicht schlafen. Ich habe mir Notfalltropfen gekauft. Und in den letzten Nächten bin ich erst um 1 Uhr zu Bett gegangen. Ich bin noch immer ganz fertig. Vor 8 Jahren ist mein Mann gestorben. Jetzt hatte ich mich langsam gefangen und jetzt das“, sagt sie. Gestern hat sie mit der Liste der gestohlenen Schmuckstücke die Anzeige bei den Carabinieri komplettiert.